kultur & wissen/Wissenschaft und Forschung

 

Podiumsdiskussion an der Universität Augsburg: „Zwischen Ethik und Wirtschaftlichkeit – Die Rolle der Universität in der Gesellschaft“, 21.6.2012, von links: Michael Lippok, Nadja Brach, Prof. Siegfried Horn, Prof. Christoph Weller, Prof. Sabine Doering-Manteuffel, Prof. Reiner Keller, Felix Senner

 

7.2.2015
Innovationspark bei der Universität – Leitbild und Nutzung, Teil 1
Höchste Zeit, dass die Stadt für eine rein zivile, nichtmilitärische Nutzung der Flächen auf dem Innovationspark sorgt
Die Vermarktung von Gewerbeflächen im Augsburg Innovationspark hat begonnen

Obwohl die Stadt ihre Chance verspielt hat, beim Bebauungsplan für den Innovationspark bei der Universität eine Zivilklausel unterzubringen, hätte sie aktuell immer noch Möglichkeiten. Bei den anstehenden Grundstücksverkäufen könnte sie über Einträge im Grundbuch militärische Nutzungen ausschließen. Auch eine Änderung des Bebauungsplans wäre natürlich möglich. Dazu bräuchte die Stadt aber ein friedenspolitisches Leitbild, zum Beispiel in Form einer Zivilklausel, das dezidiert in die planerische Willensbildung der Kommune eingeht. Erste Ansätze hierzu haben die Grünen nach einem Vorstoß selbst wieder rasiert. Reiner Erben hat im Wirtschaftsausschuss stattdessen die Schimäre von der Ressourceneffizienz als neues Leitbild präsentiert, das von den Bürgerlichen mit einhelliger Begeisterung aufgenommen wurde – ist es doch im Hinblick auf eine friedliche Ausrichtung der Stadt und des Innovationsparks völlig wirkungslos. ... weiter

 

14.12.2015
Friedliche Universität?
Zivil- und Transparenzklausel jetzt!
Keine Rüstungsforschung an der Uni Augsburg – Erste Zivilklausel in Bayern? Antrag an die Erweiterte Universitätsleitung

Nach fünf Jahren politischem Einsatz und Vorbereitung einer Zivilklausel durch pazifistische Studenten an der Universität Augsburg kommt es nun endlich zu einem Antrag an die Universitätsleitung. Morgen, am 16. Dezember entscheidet die erweiterte Universitätsleitung über die Einführung einer Zivilklausel. In einem klugen Antrag verlangen die Studenten gleichzeitig eine Transparenzklausel, ausgehend davon, dass vor allem Rüstungsprojekte bzw. militärische Forschung geheim ablaufen. Es geht aber auch um generelle Transparenz beim Einsatz von Drittmitteln. ... weiter

 

27.9.2012 Nachtrag
Podiumsdiskussion „Zwischen Ethik und Wirtschaftlichkeit – Die Rolle der Universität in der Gesellschaft“. Kritischer Bericht, Teil 2
Der Aktionsplan Wissenschaft und Gesellschaft der Europäischen Kommission wird als imperiales Projekt verkannt
Professor Reiner Keller bleibt im Ungefähren

Professor Reiner Keller ging auf den Aktionsplan Wissenschaft und Gesellschaft der Europäischen Kommission von 2001 ein, seine zweite Fundstelle bei der Internetsuche nach Wissenschaft und Gesellschaft. Wiederum blieb Professor Keller im Ungefähren und vermied es, den angerissenen Gegenstand für sein Thema bzw. die Diskussion nutzbar zu machen. Das Einzige, was er konkret benannte – ohne irgendeine Distanz dazu erkennen zu lassen – war die neoliberale und imperiale Zielsetzung der Europäischen Union, „zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt“ zu werden.
Die sogenannte Lissabon-Strategie, die auf strategischen Vorgaben des Europäischen Rates im Jahre 2000 beruht, setzt selbst kein gesellschaftliches Ziel, sondern ein wirtschaftliches. Ziel ist ein leistungsfähiger Wirtschaftsraum, und zwar der wettbewerbsfähigste und dynamischste der Welt. Die Wissensbasiertheit wird als Instrument dafür betrachtet. Deutlicher kann man die Instrumentalisierung der Wissenschaft für das Ziel einer ökonomischen Weltherrschaft in Konkurrenz zu den anderen Großmächten und großen Wirtschaftsräumen kaum formulieren. ...
Aus dem Inhalt: ● Die EU will „zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt“ werden ● Die Bundesregierung fordert eine marktradikale Verschärfung der Lissabon-Strategie … ● … und die Ausrichtung auf eine europäische Rüstungsindustrie … ● … mit dem Eurofighter als Leitprojekt … ● … und der Drohnenproduktion im Blick ● Der Aktionsplan Wissenschaft und Gesellschaft der EU-Kommission von 2001: Die großen Unternehmen reichen sich selbst die Hand ● Wettkampf um die „besten Köpfe“ ● Wissenschaftliche Hilfstruppen für ein Homeland-Security-Konzept ● Einige soziale, regionale und demokratische Aspekte   weiter

 

31.5.2013
Aids: Anomalien und Widersprüche
Prof. Charles Geshekter bespricht zwei Bücher. Eigene Übersetzung aus dem New African

Afrikanische Wissenschaftler und Politiker sollten sich mit der Fachliteratur vertraut machen, die auf Widersprüche, Anomalien und Unstimmigkeiten der konventionellen Aids-Theorie hinweist. Das schreibt Prof. Charles Geshekter in dieser Besprechung von zwei neuen, kontroversen Büchern über „Aids in Afrika“.
Afrika hat in den letzten 30 Jahren unter zahlreichen echten Kriegen gelitten. Doch das Prisma, genannt „Krieg gegen Aids“, verzerrt den Blick auf die gesundheitliche Lage. Es ist Zeit, Aids in Afrika kritisch zu betrachten. Diese Bücher stützen sich auf die regierende Schulmedizin. Trotzdem sind sie aufschlussreich. Die traditionelle Erklärung für Aids in Afrika lautet: Ein Affenvirus, lange versteckt im zentralafrikanischen Dschungel, sei irgendwie auf den Menschen übergesprungen. Ein Jäger habe sich aus Versehen mit einem Messer geschnitten. Das Blut des erlegten Schimpansen habe sich mit seinem vermischt. Irgendwann zwischen den 1890ern und den 1930ern soll das passiert sein.
Der „infizierte“ Jäger hatte Geschlechtsverkehr mit einer ahnungslosen Frau, diese wiederum mit unvorsichtigen Männern. Auf seinem langsamen Vormarsch kam das von einer auf die andere Spezies übergesprungene Virus nach Leopoldstadt (heute Kinshasa in der Demokratischen Republik Kongo). Dort gaben es afrikanische Sexarbeiterinnen an bisexuelle Männer aus Europa und Haiti weiter, die im gerade unabhängig gewordenen Kongo arbeiteten. Die übertrugen es in den 1970er Jahren auf promiskuitive Homosexuelle und Drogenfixer in Amerika und Europa. Die Aids-Pandemie folgte.
Doch die ersten Fälle des sogenannten „Aids“ wurden in den USA entdeckt ... 
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kultur & wissen/Wissenschaft und Forschung 26.7.2012
Podiumsdiskussion „Zwischen Ethik und Wirtschaftlichkeit – Die Rolle der Universität in der Gesellschaft“
Prof. Kellers Input über wissenschaftliche Verantwortung ließ ebendiese streckenweise vermissen
Kritischer Bericht, Teil 1

Die Podiumsdiskussion „Zwischen Ethik und Wirtschaftlichkeit – Die Rolle der Universität in der Gesellschaft“ am 21. Juni war wohl ein Höhepunkt in der Kampagne der Initiative friedliche Uni Augsburg für eine Zivilklausel – von der Teilnehmerzahl (ca. 100), Medienresonanz und Besetzung des Podiums her gesehen. Eine Glanznummer der Professorenschaft war die Veranstaltung nicht.
Aus dem Inhalt: Die Vertreter einer Zivilklausel schlugen sich wacker ● Prof. Reiner Kellers Input: Verschiedenes fällt unangenehm auf ● Die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft gibt es Gott sei Dank nicht mehr und die Stationierung atomarer Mittelstreckenraketen wurde aufgegeben ● Die Wissenschaftler der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft waren an den Verbrechen zweier Weltkriege beteiligt ● Es ist fraglich, ob die Max-Planck-Gesellschaft mit den militärischen Traditionen der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft gebrochen hat ● Was sagte Helmut Schmidt zur Rüstung? – „Können wir im Ernst den Standpunkt vertreten, diese ungeheure lebensbedrohende Problematik gehe die forschende Wissenschaft nichts an?“ ● Was sagte Helmut Schmidt zur Bevölkerungsexplosion? – Gefährliches, rechtes Gerede vom „Wanderungsdruck“ und der „Selbstbehauptung“ Europas ● Was sagte Helmut Schmidt über die Eliten? – Wirres Zeug: Sie seien politisch belastet, trügen aber „besondere Verantwortung gegenüber der Menschheit“ ● Die Wissenschaftler als „Zoon politikon“ – heute verpönt?  
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kultur & wissen/Wissenschaft und Forschung 7.6.2012
Podiumsdiskussion zum Innovationspark an der Uni, Teil 2
Heiße Debatten um zivile Ausrichtung von Uni, Innovationspark und Wirtschaftsstandort
Professor Weller irritiert über Forderung nach demokratischer Abstimmung über die Ausrichtung des Innovationsparks

Die erste Veranstaltung in der Reihe Zivilklausel für die Uni Augsburg?! fand am 16. Mai in einem Hörsaal der juristischen Fakultät statt. Thema war Idee und Zukunft des Innovationsparks. Hier der zweite Teil unseres kommentierten Berichts, der sich mit den Beiträgen aus dem Publikum und den Antworten vom Podium befasst. Bild: Karl Bayerle, Wirtschaftsreferat Stadt Augsburg.
Aus dem Inhalt: Piratenvorstand: „Aber wenn es eben – wie wir gehört haben – um Militärtechnologie geht, ... glaube ich nicht, dass Augsburg dabei sein sollte.“ ● Professor Weller irritiert über Forderung nach demokratischer Abstimmung über die Ausrichtung des Innovationsparks ● Alexander Süßmair will den Rüstungsunternehmen in Augsburg sagen: „Könntet ihr nicht vielleicht in andere Bereiche, in zivile Bereiche gehen?“ ● Private Studiengänge, eine Privat University und die Entwicklung von Drohnen stehen an ● Grüne: Das geforderte Leitbild Zivilklausel, Frieden sollte zur Grundlage für die Vergabe von Grundstücken gemacht werden – ein lohnenswerter Ansatz  
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kultur & wissen/Wissenschaft und Forschung 6.6.2012
Podiumsdiskussion zum Innovationspark an der Uni, Teil 1
Die Stadt kollaboriert mit den Rüstungsunternehmen – Grüne und Linke sehr zögerlich gegen Militärforschung
Das Publikum will mehrheitlich keine Rüstungsforschung auf dem Gelände. Reiner Erben wirft Rüstungskonversion auf.

Die erste Veranstaltung in der Reihe Zivilklausel für die Uni Augsburg?! fand am 16. Mai in einem Hörsaal der juristischen Fakultät statt. Thema war Idee und Zukunft des Innovationsparks. Wir wollen in einem zweiteiligen Projekt dazu berichten und kommentieren.
Im Ergebnis könnte man sagen, dass die bevorstehende Entwicklung von Rüstungsgütern und Militärforschung auf dem Gelände im Verbund mit der Universität unter starke Kritik kam – vor allem aus dem Publikum. Im Grunde wurde damit die Notwendigkeit einer Zivilklausel für den Innovationspark bzw. die Universität erhärtet.
Kurz zusammengefasst: Der Vertreter der Stadt machte klar, dass die Stadtverwaltung hinter den Rüstungskonzern steht und dies auch von der Wissenschaft verlangt. Alle pazifistischen Argumente und Friedensziele seien dem untergeordnet. Die Vertreter der Linken und der Grünen im Stadtrat vermieden es in auffälliger Weise, den Rüstungsaspekt in ihren Impulsreferaten überhaupt anzusprechen. Als sich die Diskussion aber anschließend fast nur um dieses Thema drehte – angestoßen vor allem durch die Statements des Fachforums Nachhaltige Stadtentwicklung und das Publikum selbst –, erwärmte sich auch Alexander Süßmair dafür. Und Reiner Erben sagte definitiv, dass Rüstungsforschung auf dem Innovationspark nichts zu suchen habe und von der Stadt nicht gefördert werden dürfe. Was jetzt in der Kommunalpolitik die nächsten Schritte sein müssten, um das zu realisieren, sagten die Vertreter von Grünen und Linken nicht. Die Universitätsleitung glänzte durch Abwesenheit und der Inhaber des Lehrstuhls für Friedens- und Konfliktforschung entzog sich als Moderator einer eigenen Stellungnahme zu diesem drängenden Thema. ...
Aus dem Inhalt: Im Ergebnis könnte man sagen ... ● Zu den Impulsreferaten ● Zur Diskussion auf dem Podium: „Ressourceneffizienz“, eine politische Ausweichstrategie? Soll ernsthaft eine Konversionsdebatte begonnen werden?  
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kultur & wissen/Wissenschaft und Forschung 13.3.2012
Innovationspark und Zivilklausel in Augsburg, Teil 2
Die Grünen beantragen eine Zivilklausel im Stadtrat
Ein überraschendes Patt im Wirtschaftsausschuss verhindert eine Ablehnung der Zivilklausel

Im September 2011 beantragten die Grünen eine städtische Zivilklausel. Nachdem die Verwaltung diesen Antrag fünf Monate liegenließ, kam er am 29. Februar 2012 in den Wirtschaftsausschuss. Es dauerte also gut drei Jahre, bis die bundesweite Bewegung für eine Zivilklausel gegen Rüstungsforschung an den Universitäten auch den Augsburger Stadtrat erfasste. Man könnte nun einwenden: Was geht die Stadt an, was an der Uni läuft? Aber erstens zahlt und investiert die Stadt, die Grundstücksflächen gehören noch der Stadt, und zweitens haben sich die Stadt und die Universität von Anfang an in einer gemeinsamen Erklärung auf das Projekt verpflichtet: „Die Stadt Augsburg und die Universität Augsburg tragen gemeinsam die Ziele des vorliegenden Masterplans. Sie betrachten ihn als Grundlage für die Entwicklung des Engineering Campus.“ Außerdem weist der Masterplan die Entscheidung über die künftige Nutzung auf dem Gelände den Grundstücksbesitzern zu, und das ist zu großen Teilen die Stadt ...
Aus dem Inhalt: Wie sind die Besitzverhältnisse und wer entscheidet über die künftige Nutzung? ● Die Grünen beantragen eine städtische Zivilklausel ● Die Verwaltung kontert mit einer eigenen Beschlussvorlage ● Die Verwaltung holt weit aus, um die Ablehnung einer Zivilklausel zu begründen ● Ein Patt im Wirtschaftsausschuss verhindert eine Ablehnung der Zivilklausel  
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kultur & wissen/Wissenschaft und Forschung 6.3.2012
Innovationspark und Zivilklausel in Augsburg, Teil 1

Die Stadtverwaltung mauerte zunächst
Die Stellungnahmen des Fachforums Nachhaltige Stadtentwicklung wurden abgewiesen, aber im Stadtrat gab es eine Debatte

In Sachen Zivilklausel ist in Augsburg einiges in Gang gekommen – im Prinzip eine sehr erfreuliche Entwicklung. Eine Zivilklausel an der Universität würde – kurz gesagt – den Ausschluss aller Forschung und Lehre für militärische Zwecke bedeuten. Das Fachforum Nachhaltige Stadtentwicklung hat vor knapp einem Jahr zum Entwurf des Bebauungsplans Nr. 900 „AUGSBURG Innovationspark“ Stellung genommen und dabei zum wiederholten Mal scharfe Kritik an der geplanten Rüstungsforschung geäußert. Dies blieb nicht ohne Wirkung, auch wenn sich die Stadtverwaltung in einer kühlen Stellungnahme unbeeindruckt gab.
Bei den Hochschulwahlen im vergangenen Sommer wurde „die Aufnahme einer Zivilklausel in die Hochschulordnung der Universität Augsburg zur Verhinderung einer universitären Verknüpfung mit der Rüstungsforschung“ gefordert. Die neue Universitätsleitung scheint sich auf einen Diskussionsprozess über eine Zivilklausel einzulassen, der in bestimmten Gremien stattfinden soll. Ministerpräsident Seehofer sah sich gezwungen, auf einer Veranstaltung an der Universität Augsburg den Studenten entgegenzutreten. Seehofer persönlich erteilte Plänen eine klare Absage, nach denen sich die Uni selbst verpflichten solle, nur für friedliche Zwecke zu forschen und nicht mit der Rüstungsindustrie zu kooperieren. ...
Im Stadtrat kam bereits im vergangenen Sommer eine Diskussion über die Rüstungsforschung am Innovationspark und die Friedensbindung der Stadt auf. Sowohl die Linke im Augsburger Stadtrat als auch die Grünen griffen die Forderungen des Fachforums Nachhaltige Stadtentwicklung auf. Von den Grünen liegt seit fünf Monaten ein konkreter Antrag an den Stadtrat vor, in dem ein städtisches Leitbild mit einer Zivilklausel gefordert wird. Der Antrag der Grünen ist der erste konkrete Schritt hin zu der dringend notwendigen Ergänzung des städtischen Friedensleitbildes durch eine Zivilklausel. ...
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2.8.2010
Sience-Park III

Die Universität Augsburg braucht eine Zivilklausel
Kurze Übersicht über bestehende Zivilklauseln am deutschen Hochschulen und über die Widerstandsbewegung gegen Militärforschung

Mit diesem Artikel wollen wir die Serie über das große und gefährliche „Projekt“ auf dem Gelände neben der Universität, den sogenannten Science-Park oder Innovations-Park, fortsetzen. Es soll die Rüstungsforschung thematisiert werden, vor allem der Widerstand und die Widerstandsmöglichkeiten gegen Rüstungsforschung. Dabei spielen die Auseinandersetzungen um sogenannte Zivilklauseln eine zentrale Rolle. Es geht es um statuarischen, satzungsmäßigen Ausschluss von Rüstungsforschung an der jeweiligen Hochschule, bzw. dem jeweiligen Institut. Wir können hier zunächst nur die allernötigsten Informationen, eine Zusammenstellung wichtiger Fakten und eine kleine Literaturübersicht bieten. Es werden fünf Artikel verlinkt und kurz zitiert/kommentiert. Damit ist ein rascher Einstieg in das Thema möglich. Was wir hier nicht leisten können, ist eine konkrete friedenspolitische Strategie für Augsburg in dieser Sache. Die kann nur in einer gemeinsamen Initiative der Friedenskräfte entwickelt werden. Alle sind gefordert, eine Gegenstrategie zu entwickeln, und wir hoffen, mit dieser Artikelserie eine gewisse Grundlage dafür zu schaffen... weiter

 

20.4.2010
Sience-Park II

Man sage besser Rüstungspark
Unselige Traditionen

„Die Politik in Augsburg ist aufgerufen, am großen Rad zu drehen“... ● ...aber sie dreht auch an der Rüstungsspirale ● Der Rüstungspark und einige namhafte Akteure ● Premium Aerotec ● EADS European Aeronautic Defence and Space Company ● SGL Group ● MT Aerospace ● Eurocopter ● Renk ● Kuka ● Die Zukunft ist leicht – oder schwarz
Der Raum Augsburg entwickelte sich von einem „reichsweit bedeutenden Rüstungszentrum“ im Faschismus zu einem „der führenden Zentren der Luft- und Raumfahrt in Europa“. Mit dem ultimativen Rüstungspark bei der Universität aber tut sich ein schwarzes Sumpfloch ungeahnter Dimension auf, in dem die Zukunft Augsburgs als Stadt des Friedens vollends versinken wird zusammen mit so manchem anderen Freiheitsgut.... weiter

 

15.4.2010
Sience-Park I

Goldgräberstimmung
Universität und Stadt im Bann des „schwarzen Goldes“

Wir wollen hier mit einer Artikelserie beginnen über ein großes und gefährliches „Projekt“ auf dem Gelände neben der Universität. Es handelt sich um den sogenannten Science-Park oder Engineering-Park. In diesem ersten Teil sollen vor allem verschiedene offizielle Definitionen und Beschreibungen des Projekts, die Beschlusslage, ein bisschen was zur Vorgeschichte und die momentane Rolle der Stadt behandelt werden. In einem zweiten Teil wollen wir nachweisen, dass es sich bei dem Sciencepark vor allem um einen Rüstungspark handelt. Es werden die beteiligten Rüstungskonzerne behandelt und auch Ihre Rolle im Dritten Reich gestreift. In weiteren Teilen soll die Rüstungsforschung thematisiert werden, aber auch die friedenspolitischen Aspekte. Interessant wäre auch die Historie des Univiertels und eine Betrachtung des Geländes unter friedensgeographischen Gesichtspunkten. Nicht zu vergessen der Aspekt einer Privatisierung eines Teils der Hochschule, die mit dem Sciencepark definitiv beabsichtigt ist. Denn linientreue Ingenieure in einem so sensiblen Bereich bildet man besser selbst aus, sagt sich die Wirtschaft. Die streikenden Studenten bezeichneten diese Klone in einer Performance vorausahnend – oder zurückahnend? – als „Leon Schmitt-Messer“... weiter


07.02.2015  Innovationspark bei der Universität – Leitbild und Nutzung, Teil 1
14.12.2015  Zivil- und Transparenzklausel jetzt! Keine Rüstungsforschung an der Uni Augsburg
31.05.2013  Aids: Anomalien und Widersprüche. Prof. Charles Geshekter bespricht zwei Bücher
27.09.2012  „Zwischen Ethik und Wirtschaftlichkeit – Die Rolle der Universität in der Gesellschaft“, Teil 2
26.07.2012  „Zwischen Ethik und Wirtschaftlichkeit – Die Rolle der Universität in der Gesellschaft“, Teil 1
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7.06.2012  Podiumsdiskussion zum Innovationspark an der Uni, Teil 2: Heiße Debatten um zivile Ausrichtung
06.06.2012  Podiumsdiskussion zum Innovationspark an der Uni, Teil 1: Grüne und Linke sehr zögerlich
13.03.2012  Die Grünen beantragen eine Zivilklausel im Stadtrat, Innovationspark, Teil 2
06.03.2012  Die Stadtverwaltung mauerte zunächst, Innovationspark, Teil 1

02.08.2010  Sience-Park III: Die Universität Augsburg braucht eine Zivilklausel
20.04.2010  Sience-Park II: Man sage besser Rüstungspark
15.04.2010  Sience-Park I: Goldgräberstimmung
07.10.2009  Aspekte der Global Ethics II: Friedensgeographie und Transkultural-Philosophie
18.08.2009  Aspekte der Global Ethics I: Geographie und Frieden? Annäherungen an die Friedensgeographie
11.03.2006  Die Vogelgrippe und ihre möglichen Folgen

weitere News und Artikel zum Thema:

17.04.2014  Kommunalwahlen, Teil 5: „Der Innovationspark ist unser wichtigstes Projekt.“
23.03.2013  Friedensstadt, Rüstungskonversion, Zivilklausel. Ergebnisse der Stadtwerkstatt
30.12.2012  Stellungnahmen aus der Universität für eine Zivil- und Transparenzklausel
02.06.2012  Impulsreferat zu den militärischen Aspekten des Innovationsparks. Podiumsdiskussion an der Uni
29.03.2012  pax christi Augsburg unterstützt Forderung nach Zivilklausel an der Universität Augsburg
02.09.2011  Innovationspark: Das Fachforum Nachhaltige Stadtentwicklung nimmt Stellung zum Bebauungsplan
05.07.2011  Zivilklausel gegen Rüstungsforschung gefordert. Hochschulwahlen an der Universität
30.03.2010  Das Stadtentwicklungsforum zur Änderung des Flächennutzungsplans „Engineering Campus


   
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