Kunst


 

Victor Sloan
Ausstellung des nordirischen Künstlers

Toskanische Säulenhalle im Zeughaus »»

Unbedingt sehenswert

Eintritt frei – noch bis
26.9.2004, Di / Mi / Fr / Sa / So 11 - 18 Uhr, Do 11 - 20 Uhr

 
 

Hier eine Würdigung von Jörg Scherkamp durch die Augsburger Allgemeine. Sicher haben auch 20 Jahre Abstand zu dieser beachtlichen Kritik beigetragen.

Engagement und Ebenmaß

Zur Gedächtnisausstellung für Jörg Scherkamp (1935–1983) in Oberschönenfeld

Er war im tiefsten Innern der Augsburger Kunstszene vor 20, 30, 40 Jahren ebenso zuhause wie er imstande war, Lechidylle und schwäbische Landschaft mit dem politischen Blick auf Chile und Vietnam zu verbinden. Und am besten ging das über Brecht. Vor 21 Jahren starb der Maler Jörg Scherkamp, erst 48 Jahre alt. In der Schwäbischen Galerie Oberschönenfeld ist ihm jetzt eine umfangreiche Ausstellung gewidmet.

Unter dem Titel „Nichts nehme ich mit“ (eines seiner Gedichte) sind 60 Druckgrafiken, Zeichnungen und Temperabilder zu sehen, vom Anfang der 60er Jahre bis zu seinem Tod. Der gebürtige Ravensburger, gelernter Buchdrucker, kam 1952 nach Augsburg, besuchte die Graphische Fachschule und war seit 1962 freischaffender Maler. 1966 erhielt er den Kunstpreis des Bezirks Schwaben.

Nicht nur der enge Bezug zum Handwerklichen, zur einst (?) elitären Zunft der Buchdrucker, prägte das universelle kreative Potential Jörg Scherkamps: Zur freien malerisch zeichnerischen Ausdruckskraft, die oft die typo und kalligrafische Kunst mit einschloss, kam die unprätentiöse literarische Erfindungskraft seiner Gedichte und Aphorismen, seine Sensibilität für Dichter wie Brecht, Sarah Kirsch, Paul Eluard, Federico Garcia Lorca, Pablo Neruda, denen viele seiner Illustrationen und Bilderzyklen (vertreten auch in der Ausstellung) gewidmet sind. Und dazu kam schließlich auch noch das vehemente, ehrlich politische Engagement des einstigen DKP-Mitglieds.

Er geißelte in Bild-Wort-Kombinationen den Faschismus in Chile wie den Vietnam-Krieg und auch die Schrecken von Guernica nach Eluard-Gedichten – zeichnerisch-grafisch perfekt sind diese von literarisch-typografischen Elementen wie auch von virtuosen Antlitzen und Landschaftssplittern durchzogenen Kompositionen, die Grafiken ebenso wie die großen Formate seiner farblich hinreißend austarierten Temperagemälde. ... »» zum Artikel

 
 
 

Begegnung statt Kampf der Kulturen

Die irakische Künstlerin Iman Mahmut stellt vom 16. Januar bis zum 21. Februar 2004 in der Waldorfschule aus.
Vernissage mit arabischer Musik und Informationen über die aktuelle Situation in ihrem Heimatland am Freitag, 16. Januar um 20 Uhr.

Ausstellungsort: Freie Waldorfschule Augsburg
Dr. Schmelzing-Str. 52
Öffnungszeiten: Mo bis Fr: 8 bis 13 Uhr
Sa u. So 14 bis 17 Uhr
bis 21. Februar

Iman Mahmud, geb. 1956 in Bagdad, Irak, hat an der Kunstakademie in Bagdad Kunst studiert und lebt seit Ende 1998 in Deutschland (München), wo sie schon einige Ausstellungen bestritten hat.
Ihren jetzigen Stil entwickelte sie in der Auseinandersetzung mit alten sumerischen und babylonischen Inschriften im inzwischen geplünderten historischen Museum in Bagdad. Dorthin ging sie oft während des zweiten Golfkrieges, dessen Hereinbrechen so kurz nach den Schrecken des ersten Golfkrieges sie sehr erschütterte. Wie viel Werden und Vergehen, Tod und Zerstörung, Hoffnung und Wiederbeginn hatte sich auf diesen alten Steinen und Mauerfragmenten mit ihren verschlüsselten Texten abgelagert!
Wenn Iman malt, dann hat sie sich zuvor intensiv mit ihr gerade ganz wichtigen Inhalten beschäftigt bis zu einem Punkt tiefen Verständnisses. In ihre Bilder integriert sie arabische Schriftzeichen, Zahlenfolgen und Symbole, die aber eher indirekt, intuitiv mit den zuvor erarbeiteten Inhalten zu tun haben. Außerdem gibt sie ihren Bildern durch entsprechende Materialien und Techniken etwas vom Charakter verwitterter Mauern.

 
 

Kuba – Traum einer besseren Welt

Bilder von Bruno Furch (1913-2000) »»

 


07.08.2004 » Victor Sloan: Ausstellung des nordirischen Künstlers
03.03.2004 » Engagement und Ebenmaß – Zur Gedächtnisausstellung für Jörg Scherkamp
08.12.2003 » Begegnung statt Kampf der Kulturen – irakische Künstlerin Mahmut stellt aus
20.02.2003 Kuba – Traum einer besseren Welt, Kurzbiografie und Bilder von Bruno Furch (265 KB)


   
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