aktualisiert 23. Juli
zum Terminarchiv    

Juli 2017
Di 18.

Diskussionsrunde zum Thema „Gute Renten für alle!“

Es diskutieren:
Susanne Ferschl (Schwäbische Spitzenkandidatin, DIE LINKE)
Michael Frosch (Gewerkschaft Ver.di)
Moderation: Frederik Hintermayr

In Deutschland nimmt der Anteil der über 65-Jährigen, die im Alter armutsgefährdet sind, zu. Während 2006 jede*r zehnte Rentner*in von Altersarmut bedroht war, war es 2013 schon jede*r Siebte, im reichen Bayern sogar jede*r Sechste. Union und SPD predigen die private Vorsorge, die meist nur für die Versicherungskonzerne eine gute Anlage ist. Menschen mit geringem oder gar keinem Einkommen können jedoch oft nicht privat vorsorgen und selbst wenn, würde diese im Alter ohnehin auf die Grundsicherung angerechnet.

Mit unseren Gästen und Ihnen werden wir folgende Fragen diskutieren:
Wie kann das Rentenniveau erhöht werden, ohne dass die Kosten für die Beitragszahler*innen explodieren?
Wie kann sichergestellt werden, dass jede und jeder mit 65 Jahren in Rente gehen kann?
Wie ist eine gute Gesetzliche Rente auch im Hinblick auf den demographischen Wandel finanzierbar?

DIE LINKE. KV Augsburg, Kreisvorstand

18.30 Rheingold, Prinzstraße 14
Mi 19.

Die roten Schafe der Familie. Kommunisten und Judentum, Vortrag Prof. Mirjam Zadoff

Ihren zweiten öffentlichen Vortrag mit dem Titel „Die roten Schafe der Familie“ widmet Mirjam Zadoff am 19. Juli im Jüdischen Kulturmuseum dem heiklen Thema „Kommunisten und Judentum“: Welche jüdische Familie hatte nicht ihr „rotes Schaf“? In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bekannten sich zahlreiche jüdische Söhne oder Töchter zur radikalen Linken und zum Kommunismus. In Deutschland, Österreich, Polen und Russland, wo jüdisches Leben in unterschiedlicher Weise kompliziert und ambivalent war, galt die Zahl der „roten Schafe“ als besonders hoch. Viele von ihnen existieren bis heute nur an den Rändern der Geschichtsbücher und finden nur verstohlen Platz in den Fotoalben der Familien. Ihre Geschichte ist ein Kapitel der jüdischen Historiographie, das bis heute vielerorts mit Unbehagen erinnert wird – nicht zuletzt wegen ihres häufig tragischen Endes.

Prof. Miriam Zadoff, PhD., lehrt auf dem Alvin H. Rosenfeld Chair an der Indiana University Bloomington/USA Jewish Studies and History. Im Sommersemester 2017 ist sie die erste Inhaberin einer an der Philologisch-Historischen Fakultät der Universität Augsburg neu eingerichteten Gastprofessur für Jüdische Kulturgeschichte. Mit zwei öffentlichenVorträgen am 28. Mai und am 19. Juli 2017 gibt sie über ihre Lehrtätigkeit an der Universität hinaus allen Interessierten Einblick in ihre Forschungen. PM Universität Augsburg

19.00 Festsaal der Synagoge Augsburg, Halderstraße 6-8

Eintritt frei

Mi 19.

Treffen des Augsburger Flüchtlingsrates Am Mittwoch ist wieder offenes Plenum.
Jede*r ist eingeladen, eigene Themen mitzubringen und sich einzuklinken.

http://augsburgerfluechtlingsrat.blogspot.de/

20.00 Grandhotel, Seminarraum 1. Stock, Springergässchen 5

14-tägig

So 23.

Eröffnung des Friedensfest-Programms der Stadt Augsburg, Friedenstafel und Hissen der Flagge von Mayors for Peace

Die Augsburger Friedensinitiative AFI schreibt: Das diesjährige Friedensfestprogramm der Stadt Augsburg startet mit einer Friedenstafel. Alle sind eingeladen, mit Familie, Freund*innen und Gästen zu kommen und gemeinsam bei einem großen Picknick die mitgebrachten Speisen zu teilen. Bei schlechtem Wetter findet die Friedenstafel im Mesopotamien Verein statt.

Augsburg ist Mitglied bei den Städten mit Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden). Die Mitgliederzahl der Städte mit Majors for Peace in Deutschland ist jetzt auf 500 und weltweit auf über 7300 angestiegen. In den Mayors for Peace-Städten wird am 8. Juli eine Flagge gehisst, um ein Zeichen für der Forderung nach einer weltweiten Abschaffung von Atomwaffen und deren völkerrechtliches Verbot verbindlich zu erreichen. In Augsburg wurde die Flagge heuer nicht am 8. Juli aufgezogen. Sie wird stattdessen bei der Eröffnung des Friedensfestprogramm am 23. Juli 2017 um 11:30 Uhr auf dem Helmut-Haller-Platz gehisst.

Die AFI wird mit dem Transparent "HIROSHIMA MAHNT - ALLE ATOMWAFFEN ABSCHAFFEN" beim Hissen der Flagge anwesend sein.

11:30 Helmut-Haller-Platz am Oberhauser Bahnhof
Do 27.

Sinti brechen das Schweigen. Sinti gestern, heute und morgen. Diskussionsrunde mit Marcella Reinhardt, Vorsitzende des Regionalverbands Deutscher Sinti und Roma in Schwaben. Wanderausstellung im ehemaligen KZ-Außenlager Halle 116 auf dem Sheridan-Gelände

zum Vergrößern auf das Bild klicken

17.30 bis ca. 21.00 Halle 116, Karl-Nolan-Straße, Sheridan-Park, Pfersee

zweiter Termin am 30. Juli zur gleichen Uhrzeit

So 30.

Memory Off Switch – Der Audiowalk Premiere eines Audiowalk zu NS-Zwangsarbeit und Rüstungsproduktion.

Im neugebauten Sheridan-Viertel im Westen Augsburgs steht die Halle 116. Als Teil einer Wehrmachtskaserne gebaut, diente sie 1944/45 als Außenlager des KZ Dachau. Tausende Zwangsarbeiter mussten von dort täglich zur Arbeit ins Messerschmitt-Werk in Haunstetten gehen.
Das Augsburger Theaterensemble Bluespots Productions hat unter dem Titel „Memory Off Switch“ ein Hörstück entwickelt, das man als Audiowalk hören kann – während man dem täglichen Weg der Zwangsarbeiter von der Halle 116 in Pfersee zum ehemaligen Messerschmitt-Werk folgt. Unterstützt wird das Projekt von mehreren Partnern, u.a. dem Kulturhaus abraxas.

„Memory Off Switch“ meint das drohende „Abschalten“ der Erinnerungen durch das Sterben der letzten Zeitzeug*innen des Faschismus. Das Hörstück will dem aktiv entgegenwirken.

Es besteht aus Texten von Zeitzeugen, aus Reflexionen über Erinnern und Verdrängen in Augsburg und darüber hinaus, über antifaschistischen Widerstand in Augsburg und über die Kontinuität der Rüstungsproduktion am ehemaligen Messerschmitt-Standort.

Lisa Bühler von Bluespots Productions, eine der Sprecherinnen, bei der Leseprobe im Sheridan-Park am 20. Juni 2017. Quelle: Bluespots Productions

Nähere Informationen zu den Inhalten des Rundgangs und zu den Quellen hier

Inhaltliche und logistische Unterstützung durch das Kulturhaus Abraxas - Im Rahmen des Kulturprogramms zum Augsburger Friedensfest

 

15:00 Start an der Halle 116, Karl-Nolan-Str. 2-4, (Pfersee) – Straßenbahn Linie 3, Haltestelle „Bürgermeister-Bohl-Straße“ und 10 Minuten Fußweg.

mitbringen: Kopfhörer, Smartphone oder MP3-Player, Wasser und bequeme Schuhe

Ein etwa dreistündiger gemeinsamer Audiowalk von der Halle 116 zum ehemaligen Messerschmitt-Werk. Als schweigende, aber hörende Gedenkgruppe bewegen sich die Teilnehmer*innen auf der Route, die die Zwangsarbeiter damals gehen mussten.

Im Zuge des Audiowalks bilden die Teilnehmerinnen u.a. im Sheridan-Park ein temporäres Mahnmal. In der Leonhard-Hausmann- und Bebo-Wager-Straße wird an die namensgebenden Augsburger Widerstandskämpfer erinnert.

August 2017
     
September 2017
Fr 01. Antikriegstag  
     
     
Oktober 2017
     
November 2017
Augsburger Friedenswochen 1. November – 4. Dezember  
Organisation: Augsburger Friedensinitiative AFI

Folgende Termine der 38. Augsburger Friedenswochen sind bereits belegt:
Mi, 01.11.2017 10:30 Uhr, Westfriedhof, Schweigemarsch zur Gedenkstätte, VVN-BdA
Di, 07.11.2017 19:00 Uhr, Frauen und Feindessoldaten, Erfahrungen aus dem 2. Weltkrieg
Do, 09.11.2017, Hoffmannkeller im Stadttheater, Chansonabend Jüdischer Musiker und Komponisten, Evang. Forum Annahof
10.-12.11. DFG-VK Buko Berlin
Fr, 17.11.2017 19:30 Uhr, Afghanistan, mit Matin Baraki, AFI
So, 19.11.2017 vormittags, Filmveranstaltung der VVN
Mo, 27.11.2017 19:30 Uhr, Nordafrika und Naher Osten, mit Andreas Zumach, AFI
Mo, 04.12.2017 Warum Kriege, mit Eugen Drewermann, pax christi

     
     
     
Dezember 2017
     


   
nach oben