Der „Pianist aus den Trümmern“ zu Gast in Augsburg – Teil 1

Aeham Ahmads Entdeckung
und Verwendung durch die Süddeutsche

Die tatsächliche Lage im Palästinenserlager Jarmuk,
einem Stadtteil von Damaskus



zur Druckversion  

Aeham Ahmad floh 2015 aus dem Palästinenserlager Jarmuk, einem Stadtteil von Damaskus, als bewaffnete Islamisten eindrangen. Schon zuvor wurde er von westlichen Medien, YouTube et cetera als der „Pianist aus den Trümmern“ gehandelt. Seine Flucht führte ihn nach Deutschland, Wiesbaden, wo er eine märchenhafte Karriere als Pianist, Sänger und Buchautor startete. Sein künstlerischer Einsatz zugunsten der Opfer von Hunger und Krieg beansprucht Glaubwürdigkeit durch seine eigene Biografie. Diese Biografie stammt aber nicht (nur) aus seiner eigenen Feder, wird der komplizierten politischen Lage in Jarmuk nicht gerecht und hat eine Schlagseite gegen die Regierung Assad. Seit 2017 werden Ahmads Konzerte von der Firma Palast Promotion gemanagt, deren Hauptlosung lautet „Wir machen Erlebnisse“. Seit 2018 spielt Ahmad regelmäßig mit dem Musikkorps der Bundeswehr, zuletzt am 26. November in Augsburg bei einem Militärkonzert, das der Rotary Club organisierte.

Zwei Monate vorher trat Aeham Ahmad in Augsburg bei einer Kundgebung der Seebrücke auf und gab ein beeindruckendes Konzert im Flüchtlingsboot. Zwischendurch wurde aus seinem Buch „Und die Vögel werden singen“ gelesen. Es sprach ein Vertreter der Seebrücke Augsburg und ein Kapitän über seine traumatischen Erlebnisse bei der Seenotrettung. Rückblickend bleibt ein mehr als schales Gefühl, wenn der gleiche Künstler in der gleichen Stadt bei einem Konzert der Bundeswehr auftritt, die ja dem Krieg dient, auch wenn die Militärführung das Gegenteil behauptet. Die Bundesregierung ist an der Destabilisierung und Zerstörung Syriens, die ja auch zur Flucht Ahmads geführt haben, direkt beteiligt, inzwischen auch militärisch. Im Grunde ist das Handeln Ahmads kontraproduktiv für sein Heimatland und ein Schlag ins Gesicht für die hiesige Flüchtlingssolidarität und die vielen, vielen Menschen, die ihn geschätzt und unterstützt haben.

In diesem Teil der Artikelreihe soll es hauptsächlich um die Entdeckung Aeham Ahmads durch die Süddeutsche Zeitung und seine Verwendung durch die Medien gehen, bevor er nach Deutschland gelang. Außerdem soll es um die Lage in seiner Heimat, Jarmuk, dem Palästinenserlager und Stadtteil von Damaskus, gehen. Was dort tatsächlich los war und ist, was Aeham Ahmad darüber erzählt, was die westlichen Medien erzählen und welche Motive hinter diesen Erzählungen stehen.


    Abbildung 1

Abbildung 2: Zwei grundverschiedene Veranstaltungen: (links) Aeham Ahmad auf Einladung der Seebrücke zu Gast in Augsburg im September auf dem unteren Rathausplatz und (rechts) zwei Monate später als Special Guest beim Benefizkonzert des Musikkorps der Bundeswehr im Kongress am Park auf Einladung des Rotary Clubs.







In den folgenden Teilen soll es zum einen um gefakte Bilder aus Jarmuk mit internationaler Wirkung gehen, hauptsächlich aber um die Verwendung Ahmads in Deutschland. Am Ende wollen wir noch eine längere Studie veröffentlichen, die wir bereits 2015 verfasst haben. Darin wird das skandalöse Verhalten des Vereins Tür an Tür thematisiert, der damals auch bereit war, sich für ein Benefizkonzert der Bundeswehr herzugeben. Außerdem wird die damals gleichzeitig laufende Plakatkampagne der Bundeswehr „Mach, was wirklich zählt.“ behandelt.

Die Erzählung

Obwohl Aeham Ahmad authentisch wirken und nach eigenen Angaben seine Geschichte selbst erzählen will, ist er fast zwangsläufig in das System der westlichen Medien geraten oder hat sich ihm ausgeliefert. Und so wird seine „einzigartige“ Geschichte in erster Linie von diesen Medien, JournalistInnen von n.tv und Süddeutscher Zeitung, von YouTube bis ZDF, von seiner Agentur Palast Promotion oder dem S. Fischer Verlag oder den Webdesignern vom Rotary Club und Lions Club erzählt.

Eine der Erzählungen lautet (1): „Mit seinen Freunden revoltiert Aeham gegen das Assad-Regime, indem er in den Trümmern seines Viertels Klavier spielt und mit Kindern singt. Seine auf YouTube geposteten Auftritte lassen auch eine Journalistin der Süddeutschen Zeitung auf ihn aufmerksam werden. Sie sorgt für seine Ausreise nach Deutschland, kurz bevor er verhaftet werden soll.“

Soweit jedenfalls Adelgundis Hovestadt, hauptamtliche Rezensentin des Borromäusvereins, dem Dachverband der Katholischen Öffentlichen Büchereien in Deutschland (außerhalb Bayerns), und im zentralen Prüfungsamt der Bergischen Universität Wuppertal zuständig für Germanistik im Kombinatorischen Bachelor of Arts, Lehramt Deutsch, Master of Arts Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Master of Arts Editions- und Dokumentwissenschaft und so weiter. Frau Hovestadt ist also nicht irgendjemand, die solche Sätze irgendwie dahersagt. Die drei Sätze scheinen eher wohlüberlegt und wohlformuliert.

Ahmads Entdeckung durch die Süddeutsche

Nach unseren Recherchen kann es sich bei der Journalistin der Süddeutschen Zeitung eigentlich nur um Sonja Zekri handeln, die im April 2015 Aeham Ahmad vorstellte. „Mit Bach, Chopin und Jazz gegen den Terror“ lautete ihr Artikel (2). Offensichtlich wandte sich Aeham Ahmad damals und schon früher über YouTube und Facebook an die (Welt)Öffentlichkeit. Sonja Zekri schrieb: „Die jüngsten Fotos auf seiner Facebook-Seite zeigen ausgestorbene Straßen, verrammelte Geschäfte, Trümmer. Und davor Aiham Ahmed, blass, ernst, sehr, sehr dünn, mit einem Schild in den Händen: ‚Wir in Jarmuk sind noch da.‘ Am Dienstag schrieb er: ‚Dies war eine sehr schwere Nacht“. Einen Tag davor: ‚Es geht uns gut hier, aber die Lage ist tragisch.‘ Bilder von Aiham am Klavier sind älter. Neue werden wohl sobald nicht hinzukommen.“

Sonja Zekri hat Aeham Ahmad also schon länger im Auge. Dieser vermeldet, dass die Lage in Jarmuk tragisch sei, aber „Es geht uns gut hier“. Diese Aussage erstaunt doch etwas, steht sie doch im Widerspruch zu einem Kommentar in der Süddeutschen Zeitung, in dem von der „Hölle von Jarmuk“ gesprochen wird (3).Dieser Kommentar erschien einen Tag vor dem Artikel von Sonja Zekri, und in ihrem Artikel wird auf diesen Kommentar verwiesen.

Frau Zekri bezeichnet Aeham Ahmad als „das jüngste Symbol für den ungebrochenen Überlebenswillen eines Künstlers in furchtbaren Zeiten“. Ahmad war also im April 2015 bereits ein Symbol für ein Leitmedium wie die Süddeutsche Zeitung. In der Lage, in der Ahmad damals war – „herzzerreißende Ausweglosigkeit des Syrien-Krieges“ (SZ) –, wird man nicht aus eigener Kraft zu einem wirksamen Symbol – noch dazu mit internationaler Reichweite. Man wird dazu gemacht, in dem Fall wohl vor allem durch die Medien.

Sonja Zekri schreibt in ihrem Artikel noch einige bemerkenswerte Sätze:

„… Jarmuk war einst das größte Palästinenserlager Syriens mit 800 000 Menschen, kein Zeltlager freilich, sondern ein richtiges Stadtviertel, gewachsen über Jahrzehnte und Ausdruck syrischer Solidarität für die palästinensischen Brüder.

Aber dann brach der Krieg aus, die Palästinenser gerieten zwischen die Fronten. Präsident Baschar al-Assad ließ das Lager abriegeln, Wasser, Strom, Internet, Telefon wurden zu seltenen Kostbarkeiten. Die UN konnte die Menschen nicht mehr versorgen. Typhus und Gelbfieber brachen aus, mehr als hundert Menschen verhungerten. Danach wurde es etwas besser. Und dann richtig schlimm.

Jüngst nämlich drangen die Kämpfer des Islamischen Staates nach Jarmuk vor. Da hat Assad das Lager wieder abgeriegelt, seine Luftwaffe wirft Fassbomben ab. …“

Die Journalistin der Süddeutschen Zeitung bestätigt also, dass die Politik der syrischen Regierung gegenüber den palästinensischen Flüchtlingen bemerkenswert und solidarisch war. Dann aber sei der Krieg ausgebrochen und Bashar al Assad habe sich gar nicht mehr solidarisch verhalten. Warum „der Krieg“ ausbrach, erläutert Frau Zekri nicht (dazu weiter unten in unserem Artikel die Schilderung von Karin Leukefeld). Aber immerhin waren die größten Probleme im Lager wohl nur vorübergehend gewesen, denn Frau Zekri schreibt: „Danach wurde es etwas besser“.

„Richtig schlimm“ sei es nach Darstellung von Sonja Zekri erst geworden, nachdem der IS nach Jarmuk vorgedrungen sei. Dann teilt die Journalistin aber sofort wieder gegen Assad aus, er habe „das Lager wieder abgeriegelt“. Auf die Idee, dass die syrische Regierung das Lager militärisch abriegeln muss zum Schutz der Bevölkerung vor dem angreifenden IS, kommt die Autorin wohl nicht.

Die Süddeutsche Zeitung bringt es dann fertig, die Behauptung, dass die syrische Luftwaffe Fassbomben abwerfe, in unmittelbaren Kontext damit zu bringen, dass der UN-Generalsekretär von einem Todeslager spricht und nur noch 18.000 Menschen übrig seien: „… seine Luftwaffe wirft Fassbomben ab. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon spricht von einem ‚Todeslager‘. 18 000 Menschen sind noch übrig.“

Und so wird Aeham Ahmad – ob er es will oder nicht – zum Symbol des verzweifelten Widerstands gegen das „brutale Assad-Regime“, das die Menschen im Todeslager ausrottet.

Noch kurz ein Wort zu den „Fassbomben“. Wir haben uns damit schon 2015 auf unserer Webseite befasst (4). Genau genommen sind die „Fassbomben“ Mittel des medialen Krieges gegen die syrische Regierung. Fassbomben sind ein primitives Mittel, passend zu einem primitiven und rohen Regime. Die syrische Regierung hat es eigentlich nicht nötig, „Fassbomben“ einzusetzen, sie hat und braucht wirksamere Mittel. Wenn die USA und die NATO aber im Kosovo, in Afghanistan, im Irak, im Jemen Clusterbomben einsetzen – technisch kein Vergleich zu Fassbomben – und das in einer Größenordnung von vielleicht 100.000 Bomben mit 30–40 Millionen Bomblets, noch dazu völkerrechtswidrig, weil international geächtet, – regen sich unsere Medien nicht auf.

Die Augsburger Allgemeine zum Beispiel beginnt in Dezember 2013 erstmals, den Begriff „Fassbomben“ als Kampfbegriff gegen die syrische Regierung zu verwenden und dann verstärkt 2015 und 2016 insgesamt noch zwanzigmal. In der Regel stützen sich die Behauptungen, dass Fassbomben eingesetzt wurden, auf Äußerungen einer „Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ mit Sitz in Großbritannien. Im Jahr 2012 publizierte die Süddeutsche Zeitung einen kritischen Artikel dazu und bezeichnete die „Syrische Beobachtungsstelle“ als ominös (5). Das hinderte aber weder die Augsburger Allgemeine noch die Süddeutsche Zeitung daran, sich in den Folgejahren mit ihren Schauermärchen über das „Assad-Regime“ mit seinen grauenhaften „Fassbomben“ et cetera permanent auf diese ominöse Beobachtungsstelle zu stützen. (6)

Die Süddeutsche serviert Ahmad in München

Fünf Monate nach ihrem ersten Artikel über Aeham Ahmad legt Sonja Zekri am 25. September 2015 nach mit einem großen, ganzseitigen Porträt (7). „In der Hölle war die Musik eine Möglichlichkeit zur Flucht, hatte er der Süddeutschen Zeitung vor einem Jahr gesagt“, schreibt Sonja Zekri und verrät damit, dass sie mindestens seit September 2014 an Aeham Ahmad dran ist. Das heißt, die große Berichterstattung am 25. September 2015 unmittelbar nach der Ankunft Ahmads in München wurde mindestens ein Jahr lang vorbereitet. Und – wie wir sehen werden – wurde nicht nur ein großes Porträt in einem Leitmedium wie der Süddeutschen Zeitung vorbereitet, sondern auch eine große Kampagne, für die der Artikel in der Süddeutschen Zeitung offensichtlich der Startschuss war.

„Es war, die größte Strecke der Reise, eine Flucht wie jede andere: Syrien, Türkei, Griechenland, Balkan, Österreich, München, halsabschneiderische Schlepper, winzige Schlauchboote, Todesangst. Kein Schlaf.“ – schreibt die Süddeutsche Zeitung. Gleichzeitig bringt die Süddeutsche eine Reihe von Fotos von Ahmad auf seiner „Reise“ – er hat sich anscheinend pausenlos fotografiert oder fotografieren lassen –, wo er absolut ausgeruht, frisch, gut gelaunt und gut gekleidet daherkommt, von der Fähre, dösend am Straßenrand auf seinem Gepäck, beim Besuch eines Klavierladens in Wien und Ankunft in München mit dem Victory-Zeichen.

„Es war dazwischen allerdings auch eine absolut einzigartige Flucht, denn der Mann auf der Reise seines Lebens heißt Aiham Ahmed, und man kann sagen, dass er unter der einen Million Menschen, die in diesem Jahr nach Deutschland kommen, eine beginnende Berühmtheit ist.“ Auch diese Formulierung ist verräterisch. Woher weiß Sonja Zekri, dass die Flucht Ahmads so absolut einzigartig ist? Woher weiß sie, dass er unter der einen Million Flüchtlinge „eine beginnende Berühmtheit ist“? Das stand also offensichtlich schon fest, dass er eine Berühmtheit ist oder unmittelbar nach seiner Ankunft wird. Dies schafft ein Flüchtling aus Jarmuk, der in Deutschland landet, aber nicht aus eigener Kraft. Das heißt schlicht, alles war bereits vorbereitet, bevor Ahmad in München ankam. Die Kampagne, für die er ausersehen war, war bereits vorbereitet.

Verräterisch auch die folgende Passage im Artikel der Süddeutschen:

„… Und nun sitzt er hier, und die letzten furchtbaren drei Jahre in Jarmuk, eineinhalb Monate Flucht und die Lieben in Gefahr, alles, alles bricht über ihm zusammen. Er gibt ein Interview nach dem anderen, BBC, CNN, selbst Bild hatte letztens einen Schnipsel über seine Reise. Aber die ganze mediale Aufmerksamkeit ist ein Versprechen auf Hilfe, das sich nicht immer und oft auch nicht schnell einlösen lässt. Zwei Tage ist er schon in Deutschland, da hätte so viel mehr passieren müssen. Er wippt vor Ungeduld.“

Die Medienkampagne mit Aeham Ahmad war also bereits vorbereitet, nicht nur mit deutschen Medien, sondern auch mit der britischen BBC und dem US-amerikanischen Fernsehsender CNN. Und Ahmad ist ungeduldig, zwei Tage ist der „schon“ in Deutschland, „da hätte so viel mehr passieren müssen“. Ahmad war also bereits vorbereitet von den Medien und weiß Gott von welchen Kräften noch – alles war mit ihm abgesprochen und versprochen.

Was alles mit ihm schon in Syrien abgesprochen war, davon bekommt man eine Ahnung, wenn man Ahmads weiteren Werdegang in Deutschland verfolgt. Dies wollen wir im nächsten Artikel tun. Es scheint aber auch, dass das ganze Sponsoring dieses einzigartigen Flüchtlings einen politischen Preis hat: bodenlose Hetze gegen die aktuelle syrische Regierung und das Hohelied auf Deutschland. Beides klingt im großen Artikel von Sonja Zekri in der Süddeutschen Zeitung im September 2015 schon an:

„… Heute ist er Ende zwanzig, und dass es überhaupt so weit kam, ist ein schieres Wunder, wenn man bedenkt, dass der syrische Präsident irgendwann begann, das Lager auszuhungern, seine Truppen rundum aufmarschieren ließ, Lebensmittel, Wasser und Medikamente aufhielt, um Gehorsam zu erzwingen; dass Flugzeuge das Lager bombardierten …“

Wieso der syrische Präsident „irgendwann“, aus unerfindlichen Gründen, begann, „das Lager auszuhungern“, erfährt man nicht. Das ganze ist umso unverständlicher, als im gleichen Artikel betont wird, dass „zu dem wenigen Guten, was man über den Assad-Clan sagen kann, ausgerechnet die Flüchtlingspolitik (gegenüber den Palästinensern; Redaktion) gehört.“

Auch das Hohelied auf Deutschland klingt im besagten Artikel in der Süddeutschen bereits an. Das geht so:

„… Also weg, nur weg, am besten nach Deutschland, dort ist man gut zu Flüchtlingen, hatte er gehört, und dann noch dies und das andere, vage das Ganze, aber alles eine leuchtende, überwältigende, nicht zu schlagende Alternative zu jenem Todesstreifen, der bis jetzt seine Heimat war.“

Frau Hovestadt vom Dachverband der katholischen Büchereien, die wir ganz am Anfang zitiert haben, schrieb in ihrer Kurzrezension des Buches von Ahmad im Jahr 2017 von einer „Journalistin der Süddeutschen Zeitung“: „Sie sorgt für seine Ausreise nach Deutschland, kurz bevor er verhaftet werden soll.“ Wie Sonja Zekri, um die es sich wahrscheinlich handelt, für die Ausreise Ahmads nach Deutschland gesorgt hat, erfährt man weder von Frau Hovestadt noch von Frau Zekri. Auch, dass Aeham Ahmad kurz vor seiner Verhaftung stand – natürlich durch das syrische Regime –, ist ein neuer Gesichtspunkt, den Frau Hovestadt 2017 ins Spiel bringt, von dem aber Sonja Zekri, die angeblich seine Flucht organisiert haben soll, nichts wusste oder nichts schrieb. Bei Sonja Zekri in der Süddeutschen vom September 2015 wird als Grund für die Flucht Ahmads genannt, dass ein Dschihadist sein Klavier angezündet hat.

Man muss davon ausgehen, dass Sonja Zekri damals im Jahr 2015 zwei Tage nach der Ankunft Ahmads in München wohl zum Teil das verarbeitete, was Ahmad ihr berichtete. Und das war wohl, dass er als Musiker von den Islamisten zuvor massiv bedroht worden war. Wenn seine Verhaftung durch syrische Behörden unmittelbar bevorgestanden hätte, hätte dies Ahmad in München erzählt und als Fluchtgrund angegeben. Und die Süddeutsche Zeitung hätte dies wahrscheinlich nur allzu gern aufgegriffen. Aber Ahmad scheint nichts dergleichen gesagt zu haben. Diese Geschichte entstand erst später, im Nachhinein, irgendwann im Laufe der zwei Jahre nach der Ankunft Ahmads. Dazu später mehr.

Der „Pianist aus den Trümmern“ und seine angebliche Revolte gegen das „Assad-Regime“

Aeham „revoltiert“ also „mit seinen Freunden“ „gegen das Assad-Regime“ – so die aktuelle Lesart seiner Geschichte (8). Warum sollte Aeham gegen das „Regime“ in Jarmuk revoltieren? Aus dem ehemaligen Palästinenserlager, das viele der durch die schreckliche Nakba (9) Vertriebenen aufnahm, entstand ein blühendes Stadtviertel, das zusammen mit Syrern zu einer Million Einwohner aufwuchs. Aeham konnte Musik studieren, hatte eine Eigentumswohnung und eine große Musikschule, sein Vater ein florierendes Unternehmen für den Instrumentenbau, seine Lauten konnte er bis nach Europa exportieren.

Aeham revoltierte auch nicht wirklich. Sonst hätte er sich zum Beispiel seinen Landsleuten angeschlossen, die sich bewaffneten, um die syrische Armee zu unterstützen und das Eindringen des IS in Jarmuk zu verhindern. Oder er hätte sich unter Umständen der Hamas angeschlossen, die die Muslimbrüder unterstützte und damit den IS.

Aeham gehörte zu den 20.000 Einwohnern Jarmuks, die noch nicht geflohen waren. Darunter waren auch dreieinhalbtausend Kinder. Für eine kleine Schar von ihnen komponierte Aeham Lieder und sang sie mit ihnen auf der Straße, wo sie spielten. Dazu schleppte er mit Freunden auch sein Piano heran, um sich und sie zu begleiten. Sie machten Videos von diesen Aktionen und versuchten über YouTube die Aufmerksamkeit der „Öffentlichkeit“ zu bekommen.

Diese Aktionen waren angesichts der katastrophalen Lage im Stadtteil nicht mehr durchzuhalten, auch die Kinder interessierten sich nicht mehr dafür, die Leute hatten andere Sorgen. Das berühmte Bild vom „Pianist aus den Trümmern“ (siehe Abbildung 1), das die Medien dann weltweit verbreiteten, stammt nicht von einer dieser Aktionen, sondern wurde nach eigener Aussage von Ahmad später gestellt. Ahmad spielte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr Klavier in den Straßen von Jarmuk. Die Aufnahme war von vornherein für die westlichen Medien bestimmt, wenn sie nicht ein Fake war und irgendwo montiert wurde. Für den Zweck, den das Bild hatte oder erreichen sollte, war es aber eigentlich egal, ob es echt oder montiert war.

Karin Leukefeld zur tatsächlichen Lage in Jarmuk

Wir wollen hier nicht groß ausholen zum Thema „Assad-Regime“. Aber zur politischen Lage in Jarmuk, gerade auch zu der Zeit, als Ahmad seine Flucht antrat, wollen wir hier Karin Leukefeld zu Wort kommen lassen. Sie ist unseres Wissens die einzige deutsche Journalistin, die in Syrien akkreditiert ist, also eine Ahnung hat. Sie berichtete Anfang 2016 (10):

Die Zerstörung Jarmuks

Nach fünf Jahren Krieg in Syrien liegt die „Hauptstadt der Palästinenser außerhalb Palästinas“ in Trümmern

Zu den großen Verlierern des Krieges in Syrien gehören die syrischen Palästinenser, wie sie sich selbst nennen. Anfang des Jahres 2011 waren 560 000 in Syrien beim UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) als Nachfahren der Palästinenser registriert, die 1948 und 1967 von israelischen Truppen aus ihrer palästinensischen Heimat vertrieben worden oder geflohen waren. 1947/48 hatten der UN-Teilungsplan und die israelische Staatsgründung Hunderttausende Palästinenser heimatlos gemacht. Sie fanden in Syrien, Jordanien, im Libanon, im Irak und in Ägypten Asyl. Die meisten aber wurden zu Vertriebenen in ihrer eigenen Heimat: 190 000 flohen in den Gazastreifen, 280 000 ins Westjordanland. Der Sechs-Tage-Krieg im Jahre 1967 löste eine neue Fluchtwelle aus. Rund 100 000 syrische Palästinenser flohen vom Golan, der von den israelischen Truppen besetzt und später annektiert wurde, ins syrische Kernland.

Über die Jahrzehnte waren aus den zwölf Lagern für die Palästinenser (Ein el Tal, Homs, Hama, Jaramana, Khan Dunoun, Latakia, Khan Eshieh, Neirab, Qabr Essit, Sbeineh, Yarmouk und Dera’a) Orte und Stadtviertel geworden, in denen auch Syrer lebten. Rechtlich waren die Palästinenser den Syrern weitgehend gleichgestellt und hatten sich ein neues Leben aufbauen können. Sie waren Gäste, nicht „Flüchtlinge“. Sie konnten studieren und alle Berufe ausüben, Häuser bauen und Firmen gründen, sie konnten Syrer oder Syrerinnen heiraten. Nur das Wahlrecht hatten die Palästinenser nicht, und die Männer dienten in einer Palästinensischen Befreiungsarmee, nicht in den syrischen Streitkräften. (…)

Ähnlich wie bei den Syrern entwickelte sich auch unter den syrischen Palästinensern eine heftige Debatte darüber, wie man sich bei dem innersyrischen Konflikt verhalten solle. Jihad beschrieb den Konflikt sehr detailliert: „Die eine Meinung war, dass die Palästinenser sich raushalten und nicht einmischen sollten, weil sie hier im Land Gäste sind, Flüchtlinge. Sie sollten nicht Teil der Auseinandersetzungen werden. Die zweite Meinung war, dass die Palästinenser im Laufe ihrer Geschichte verschiedene Male Teil von Auseinandersetzungen in einem Gastland geworden waren und dass die Auswirkungen immer sehr negativ waren. Das war so in den Jahren 1970 bis 1971 während des Schwarzen September in Jordanien, 1975 im Libanon und 1991 in Kuwait. Aus Kuwait waren 750000 Palästinenser in einer Nacht deportiert worden (weil sie den Einmarsch der irakischen Truppen begrüßt hatten, Anm. kl). Die dritte Meinung war, dass die Palästinenser sich einmischen sollten, weil sie in Syrien seit 1948 leben, also ungefähr seit Beginn der syrischen Unabhängigkeit. Wir haben alles Mögliche hier im Land erlebt, wir haben uns am Aufbau des Landes beteiligt, darum haben wir auch Rechte in diesem Land und sollten Teil von allem sein, was hier geschieht.“ Doch wenn man sich einmischen sollte, war noch immer die Frage, ob aufseiten der Regierung oder aufseiten der Opposition. Es gab unterschiedliche Meinungen.

Die Hamas unterstützte den bewaffneten islamistischen Aufstand, der von der Muslimbruderschaft – vor allem in Deraa, Idlib und Aleppo – vorangetrieben wurde. Anfang 2012 wurde das Zentralkomitee der Hamas aufgefordert, Damaskus zu verlassen. Die Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando (PFLP-GC) ergriff auch Partei und machte aus ihrer Unterstützung aufseiten der Regierung kein Geheimnis. So standen sich zwei gegensätzliche Pole in Jarmuk direkt gegenüber. Alle anderen palästinensischen Parteien und Organisationen in Damaskus lehnten eine Einmischung in den innersyrischen Konflikt ab und wollten die Palästinenser und ihre Strukturen heraushalten. Vergebens.

Die südlichen Vororte von Damaskus und Jarmuk – Haj al Aswat, Babila, Al Khadam oder Tadamoun – wurden zu Stützpunkten bewaffneter Gruppen. Sie erhielten Zulauf und Nachschub aus Jordanien und von anderen, teilweise aufgegebenen Frontabschnitten im Land und begannen, Jarmuk mit zunächst noch selbstgebauten Raketen, Mörsergranaten und Autobomben anzugreifen.

Monatelang hielten die Angriffe an, um die Bevölkerung zur Parteinahme gegen die Regierung zu zwingen. Im November 2012 schließlich ermöglichten „Verbündete“ der PFLP-GC dem syrischen al-Qaida-Ableger, der Nusra-Front, den Zugang in das Lager. Vermutlich sei Geld im Spiel gewesen, meinte Jihad. „Wie überall, wo die Menschen zu den Waffen griffen.“ Innerhalb von 24 Stunden flohen 150 000 der in Muchaiyem Jarmuk registrierten palästinensischen Flüchtlinge. Die Mehrheit der rund 700 000 Syrer – die ebenfalls in Jarmuk gelebt hatten – war schon seit 2011 aus dem Viertel geflohen. (…)

Alles verloren – die Jahre 2012 bis 2015

Die Armee riegelte die Zu- und Ausgänge des Lagers ab, um zu verhindern, dass die Kampfgruppen von Jarmuk her durch Al Zahira, Midan bis zum Zentrum von Damaskus gelangen konnten. Rund 20 000 Menschen blieben im Lager. Die Gründe dafür waren sehr verschieden. Manche waren alt und krank, andere hatten kein Geld, um außerhalb des Lagers eine Wohnung zu mieten, oder sie hatten keine Familie, bei der sie wohnen konnten. Wieder andere gehörten einer oppositionellen Gruppe an und hatten Angst vor der Festnahme, und dann gab es solche, die mit den Kampfgruppen familiär oder ideologisch-religiös verbunden waren. Etliche Männer hatten bei den Milizen einen neuen Job gefunden: den Dienst an der Waffe. (…)

Nach einer Vereinbarung zwischen der syrischen Regierung und der PLO stehen sämtliche Lager der Palästinenser unter eigener Kontrolle. Also versuchten die palästinensischen Parteien und die PLO in unzähligen Verhandlungsrunden mit Kämpfern im Lager und/oder ihren Unterstützern außerhalb einen Rückzug der bewaffneten Kräfte aus Jarmuk zu erreichen. Ohne Erfolg. (…)

Nach einem endlos scheinenden Kreislauf aus Kämpfen, Verhandlungen, Hilfslieferungen, Kämpfen, Verhandlungen, Evakuierungen und so weiter schienen die Kampfgruppen müde geworden zu sein. Nach dem Einmarsch einer Gruppe des selbst ernannten „Islamischen Staates im Irak und in der Levante“ (ISIS, arabisch: Daesh) Anfang April 2015 reagierten westliche Hilfsorganisationen und die UNO alarmiert. Jarmuk sei „die Hölle“ oder auch „die Vorhölle“, sagten ihre Vertreter aus London, Frankfurt oder Washington den Medien, obwohl sie vermutlich nie einen Fuß in das Lager Jarmuk gesetzt hatten. „Als ISIS ins Camp eindrang, warf Assad 50 Fassbomben“, erzählt ein evakuierter ehemaliger Bewohner des Lagers der BILD-Zeitung. Im „Horror von Syrien“ sei „Jarmuk der innerste Kreis der Hölle“, so der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. (…)

Viele palästinensische Männer meldeten sich zu den Waffen. Trotz aller ideologischen Differenzen wollten sie an der Seite der PFLP-GC und mit Unterstützung der syrischen Armee gegen den Vormarsch der Islamisten in Jarmuk kämpfen. Khalid (Name von der Autorin aus Sicherheitsgründen geändert), der im Frühsommer 2013 nicht mehr in sein Haus in Jarmuk hatte zurückkehren können, sagte: „Daesh ist gekommen, um mich zu töten. Da hilft kein Verhandeln, ich muss mich mit der Waffe verteidigen.“ Hier habe er das gleiche Ziel wie die syrische Armee: „Wir wollen Jarmuk von den Kämpfern befreien, damit wir endlich zurückkehren und wieder aufbauen können.“

Ein Angriff gegen Daesh und die Nusra-Front gemeinsam mit der syrischen Armee sei wohl die einzige Lösung, die noch bliebe, meinte ein palästinensischer Familienvater, der seit Ende 2012 mit seiner Familie in einem kleinen Hotel im Damaszener Zentrum wohnt. „Sie müssen alles zerstören, um es zu befreien, so sieht es aus“, resümierte er bitter. (…)

Die PLO-Vertretung in Damaskus unterstützte das militärische Vorgehen und erklärte, die Palästinensische Befreiungsarmee solle in Kooperation mit den syrischen Streitkräften „Daesh und die Nusra-Front aus Jarmuk“ zurückdrängen. Die PLO-Führung in Ramallah dagegen wies die Entscheidung zurück. Man halte an dem Prinzip der Nicht-Einmischung in die Angelegenheiten eines „Gastlandes“ (Syrien) fest, hieß es in deutlicher Abgrenzung zu der Entscheidung der Palästinensergruppen vor Ort. Gegen den Willen der PLO-Führung in Ramallah gelang es den Gruppen in Jarmuk schließlich, ISIS und die Nusra-Front zurückzudrängen. Selbst in den Reihen der bewaffneten Hamas in Jarmuk – Aqnaf al Mekdis – entschied man sich, gegen den IS anzutreten. (…)

14 palästinensische Organisationen hätten Kämpfer aufgestellt, um die Islamisten zu vertreiben. Schätzungsweise 6 000 Zivilisten im südlichen Teil des Lagers lehnten eine Evakuierung ab.

„Sagen Sie Frau Merkel, dass wir den Deutschen immer vertraut haben“, sagt er dann direkt zum Mitschreiben. „Sie standen an der Seite der Menschen, die Hilfe brauchten, auf der Seite des Gesetzes. Warum will Deutschland unsere Regierung mit diesem Krieg verändern? Was würde Frau Merkel sagen, wenn jemand das in ihrem Land tun würde? Warum unterstützt Deutschland die bewaffneten Gruppen? Warum will Deutschland Syrien spalten, wo es sich selbst doch wieder vereinen konnte?“ (…)

Zwei Jahre später konnte die Journalistin Karin Leukefeld aus Syrien berichten „Damaskus ist frei – aber der Preis für die Freiheit ist hoch“ (11). Dieser Artikel ist sehr lesenswert, er zeigt auch Bilder von den Zerstörungen in Jarmuk und dem Nachbarviertel Hadschar al Aswad (schwarzer Stein), die nicht gefaked sind, weil sie von Karin Leukefeld selbst stammen.

Zu den gefakten Bildern aus Jarmuk, zu denen wahrscheinlich auch Montagen mit Ahmad und seinem Klavier in den Ruinen zählen, im nächsten Artikel. Es wird auch um die weitere Verwendung Ahmads in Deutschland gehen.

Peter Feininger, 24. Dezember 2018

Fortsetzung folgt


zur Druckversion  

Alle Artikel der Serie finden sich unter themen/Syrien http://www.forumaugsburg.de/s_3themen/Syrien/index.htm



1 Adelgundis Hovestadt. „Rezensionen - Und die Vögel werden singen, rezensiert für den Borromäusverein“, 2017. https://www.borromaeusverein.de/medienprofile/rezensionen/9783103973174-und-die-voegel-werden-singen/.

2 Sonja Zekri. „Mit Bach, Chopin und Jazz gegen den Terror“. sueddeutsche.de, 10. April 2015, Abschn. politik. https://www.sueddeutsche.de/politik/profil-von-aiham-ahmed-mit-bach-chopin-und-jazz-gegen-den-terror-1.2429455.

3 Paul-Anton Krüger. „Die Hölle von Jarmuk. Kommentar“. sueddeutsche.de, 9. April 2015, Abschn. politik. https://www.sueddeutsche.de/politik/buergerkrieg-in-syrien-die-hoelle-von-jarmuk-1.2427497.

4 Beenden Sie das Aushungern des syrischen Volkes! Kommentar, 20.6.2015, Forum solidarisches und friedliches Augsburg http://www.forumaugsburg.de/s_3themen/Syrien/150620_kommentar-beenden-sie-das-aushungern-des-syrischen-volkes/index.html

5 London, Jonas Schaible. „Ominöse Protokollanten des Todes“. sueddeutsche.de, 26. November 2012, Abschn. politik. https://www.sueddeutsche.de/politik/syrische-beobachtungsstelle-fuer-menschenrechte-ominoese-protokollanten-des-todes-1.1522443

6 aktuelle Recherchen scheinen zu bestätigen, dass die „syrische Beobachtungsstelle“ zumindest teilweise vom britischen Außenministerium, wenn nicht gar vom MI6, finanziert wird et cetera

„MoA - On Sources And Information - The Syrian Observatory For Human Rights“. Moon of Alabama, 25. Mai 2018. https://www.moonofalabama.org/2018/05/sohr.html#more.

Teusch, Ulrich. „Wie unabhängig ist SOHR?“, 7. Juni 2018. https://augenaufunddurch.net/2018/06/07/wie-unabhaengig-ist-sohr/.

7 Der Artikel steht online nicht gratis zur Verfügung, sehr wohl aber die kleine Galerie mit sechs Fotos von der Flucht Ahmads nach München. Zekri, Sonja. „Aus dem Takt“. sueddeutsche.de, 24. September 2015, Abschn. politik. https://www.sueddeutsche.de/politik/flucht-aus-syrien-aus-dem-takt-1.2663600?reduced=true.

8 Siehe Adelgundis Hovestadt. Rezensionen 2017, a. a. O.

9 Als Nakba wird im arabischen Sprachgebrauch die Flucht und Vertreibung von etwa 700.000 arabischen Palästinensern aus dem früheren britischen Mandatsgebiet Palästina bezeichnet, auf cdem 1948 als Staat Israel gegründet wurde.

10 Karin Leukefeld. „Die Zerstörung Jarmuks. Nach fünf Jahren Krieg in Syrien liegt die ‚Hauptstadt der Palästinenser außerhalb Palästinas‘ in Trümmern“. Hintergrund - Das Nachrichtenmagazin, 19. Februar 2016. https://www.hintergrund.de/politik/welt/die-zerstoerung-jarmuks/.

11 Karin Leukefeld. „Syrien-Krieg: Damaskus ist frei – Aber der Preis für die Freiheit ist hoch“. RT Deutsch, 26. Mai 2018. https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/70474-syrien-krieg-damaskus-ist-frei-aber-hoher-preis/.


   
nach oben