Al Anbar, Iraq (May 20, 2005) U.S. Marines prepare to leave Border Fort 12 via helicopter. The Marines are conducting counter-insurgency operations with Iraqi Security Forces to isolate and neutralize Ant-Iraqi Forces, to support the continued development of Iraqi Security Forces and to support the Iraqi reconstruction and democratic elections.
Al Anbar, Irak (20. Mai 2005) US-Marinesoldaten bereiten sich darauf vor, das Grenzfort 12 (an der syrischen Grenze) mit dem Hubschrauber zu verlassen. Die Marines führen Operationen zur Aufstandsbekämpfung mit irakischen Sicherheitskräfte durch, um anti-irakische Kräfte zu isolieren und zu neutralisieren, die weitere Entwicklung der irakischen Sicherheitskräfte zu unterstützen und den Wiederaufbau des Irak und demokratische Wahlen zu unterstützen.
Foto: Operation Iraqi Freedom 2004-2006 Public Domain Wikimedia Commons

Wahrscheinlich sind hinter dem Wüstenstaub im Hintergrund jede Menge „antiirakische“ Kräfte, die es zu „isolieren“ und „neutralisieren“ gilt. Zu diesen „antiirakischen“ Kräften zählen potentiell alle, die nicht dem US-Militär und nicht dem US-Geheimdienst angehören, also im Prinzip alle Iraker, vor allem die männlichen, im wehrfähigen Alter. Die Isolierung und Neutralisierung all dieser Menschen ist wahrlich keine leichte Aufgabe und die irakischen Sicherheitskräfte sind ihr auf keinen Fall gewachsen – schon rein logisch nicht. Es versteht sich von selbst, dass die im Bild gezeigte US-Truppe zu jenen Kräften gehört, die den „Wiederaufbau des Iraks und demokratische Wahlen“ „unterstützen“. Allerdings stehen dem „Wiederaufbau des Iraks“ eben jede Menge antiirakische Kräfte im Wege, deren Widerstand erst eliminiert werden muss. Und in den Genuss der „demokratischen Wahlen“ kommen eben leider nur die, die die Eliminierung, d. h. die Unterstützungsaktionen, überleben.

 

Ein Augenzeugenbericht aus Bagdad

Von Hussein al-Nadeen

Die schiitische Bevölkerung in der Hauptstadt und im Südirak organisiert sich zunehmend über religiöse Einrichtungen... Führende Vertreter dieser Gruppen erklärten, sie lehnten die amerikanisch-britische Besatzung ab, wollten aber den Amerikanern und Briten die Chance geben, ihr Versprechen einer demokratischen Zukunft, der Wahl einer unabhängigen Regierung und eines umfassenden Wiederaufbaus einzulösen. In der Zwischenzeit erkennen immer mehr Iraker, dass diese hehren Ziele gar nicht den Absichten der amerikanischen Regierung entsprechen. Die Lage vor allem im Süden des Landes gleicht immer mehr der Situation vor dem bewaffneten Aufstand von 1920, als die Briten als Mandatsmacht ihr Versprechen brachen, dem Irak nach dem Ersten Weltkrieg die Unabhängigkeit zu gewähren. ...

Es gibt nichts mehr zu plündern

Der Mythos der Irakischen Erdölreichtums

Der Schwindel vom Wiederaufbau

... In der Zwischenzeit „bombardieren“ die Medien und die Übergangsregierung die Bevölkerung weiterhin mit Dokumentationen über die grausamen Verbrechen und Gräueltaten des gestürzten Diktators. ... die derzeitige psychologische Kriegsführung zielt darauf ab, die berechtigte Empörung über den Krieg und die Besatzung auf einen unsichtbaren Feind abzulenken und die frustrierten Menschen davon zu überzeugen, „dass alles besser ist als das frühere Regime“.
Dieses Vorgehen könnte aber vor allem unter den Bedingungen einer sich immer weiter verschärfenden Wirtschaftskrise zu schwerwiegenden und katastrophalen Folgen führen. Die Neokonservativen in Washington wollen den gesamten Nahostraum in verheerende Kriege stürzen. Dabei sind sie auch bereit, einen blutigen Bürgerkrieg im Irak auszulösen. ...zum Artikel
   


   
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