Mosul: US-Truppen feuern auf unbewaffnete Demonstranten!

In Mosul haben US-Truppen irakische Demonstranten erschossen, die keinen Beifall für den neuen US-Governeur Mashaan al-Juburi spenden wollten, sondern lautstark protestierten. In Bagdad verscheuchen US-Truppen Journalisten, die Anti-US-Kundgebungen filmen wollten. Schliesslich heute die Durchsuchung des von internationalen Journalisten bewohnten Hotels Palestine nach Personen, die "den USA unfreundlich" gesinnt sind. Die irakische Zivilgesellschaft beginnt mit einem Militäreinsatz gegenüber kritischen Journalisten... Bericht eines Korrespondenten von Inymedia, März 2004, Artikel inzwischen nicht mehr verfügbar

Bagdad: US-Soldaten schießen auf irakische Demonstranten

US-Soldaten haben in Bagdad auf einen Demonstration mit etwa 300 Teilnehmern geschossen und dabei mindestens zwei Iraker getötet. Ein weiterer Demonstrant sei verletzt worden, berichtete eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP. Bei einem Granatenangriff in Bagdad wurden zwei US-Soldaten getötet. Unterdessen bekannte sich eine bislang unbekannte irakische Widerstandsgruppe zu den Anschlägen der vergangenen Tage auf US-Soldaten.
Die USA wollen in Irak einen Strafgerichtshof über die Mitglieder der entmachteten irakischen Führung urteilen lassen.

Die Truppen eröffneten das Feuer, als sich ehemalige irakische Soldaten zu einer Demonstration vor dem früheren Präsidentenpalast im Zentrum der Hauptstadt versammelten und mit Steinen auf die US-Soldaten warfen. In dem Gebäude befindet sich heute das Hauptquartier der alliierten Streitkräfte in Bagdad.

Die beiden US-Soldaten wurden mit einer Handgranate beworfen, als
sie eine Tankstelle im Süden der irakischen Hauptstadt bewachten. Die Angreifer seien geflohen. Die US-Armee transportierte die Leichen mit Hubschraubern ab.

"Die Brigaden des irakischen Widerstands erklären sich verantwortlich für alle Vergeltungs- und Kampfoperationen gegen die Besatzungstruppen", erklärte die bisher unbekannte Gruppe in einem im Satellitenfernsehen gezeigten Brief. Alle Aktionen seien von Angehörigen der Brigaden des irakischen Widerstands geplant und ausgeführt worden.

Seit dem offiziellen Ende der Kampfhandlungen am 1. Mai wurden nach US-Angaben 14 US-Soldaten in Irak durch Anschläge getötet. 36 weitere seien bei Unfällen ums Leben gekommen. Die USA machten Anhänger der gestürzten Regierung für die Anschläge verantwortlich.

Vor dem geplanten Strafgerichtshof solle Funktionären der einstigen Baath-Regierungspartei der Prozess gemacht werden, sagte US-Zivilverwalter Paul Bremer in Bagdad. Auch Iraker, die Verbrechen gegen die alliierten Streitkräfte begangen hätten und versuchten, die Lage im Land zu destabilisieren, sollten vor Gericht gestellt werden, sagte Bremer. Artikel aus Indymedia 18.6.2003

Man kann nicht sagen, das die US-Truppen untätig sind! Trotz der zusammengebrochenen medizinischen Versorgung, der zusammengebrochenen Versorgung mit Wasser und Nahrungsmitteln und den Plünderungen von Banken und Museen tun sie etwas.
Denn erste Aktion war es, die Ölquellen "für das irakische Volk" zu sichern.
Die zweite ist die Erschießung derjenigen, die ihren Protest gegen die USA demokratisch äußern.

Am 7. April 2003 schoss die US-Polizei erstmals scharf auf Demonstranten gegen den Irakkrieg. Bezeichnend ist, dass die Polizei in Oakland mit Holz und Gummi schoss, um Hafenarbeiter und Demonstranten auseinanderzutreiben, gerade als die Dockers einem Aufruf der Antikriegs-Demonstranten zu folgen begannen und die Arbeit niederlegten.

Der Bericht entstammt der Seite urbana-champaign Independant Media Center http://www.ucimc.org


   
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