Schüler demonstrieren für den Frieden

Am 4.04.03 fand auf dem Moritzplatz eine Schülerdemonstration gegen den Krieg im Irak statt. Es kamen rund 1000 Schüler und Schülerinnen. Mit dabei waren auch Schüler des Anna Gymnasiums, des Peutinger Gymnasiums und des Stetten-Institutes, was man an Transparenten mit Unterschriften sehen konnte.
Von 13.30 Uhr bis ca. 14.00 Uhr spielte eine Schülerband einige selbst komponierte Lieder und drei Sprecher hielten Reden. Der Vorsitzende von SchBAS war einer davon. Die Sprecher forderten auf gegen alle Kriege zu demonstrieren und nannten alle Kriege, die im Jahre 2002 auf der ganzen Welt stattfanden und immer noch stattfinden. Eine Rednerin sagte: „Wer sagt, dass man für Frieden Krieg führen muss, der lügt!“ Schließlich hielten alle Schüler noch eine Gedenkminute ab für alle Menschen, die im Krieg leiden oder sterben müssen. Nach jeder Rede applaudierten die Schüler zustimmend.
Nachdem die Schülerband wieder ein Lied gespielt hatte, machten alle Schüler einen kleinen Demonstrationszug von Moritzplatz zum Königsplatz, durch die Annastraße zur Karlstraße, von dort über die Karolinenstraße und die Maximilianstraße wieder zurück zum Moritzplatz.
Während des Zuges machten alle mit Trillenpfeifen, Ratschen und Trommeln viel Lärm, um die Leute aufmerksam zu machen. Es wurden verschiedene Sprüche gerufen, wie „Hoch die internationale Solidarität!“, „Kein Krieg für Öl! Kein Krieg für Macht!“, „Wir wollen echte Menschenrechte!“ und „Deutschlands Waffen, Deutschlands Geld, morden mit in aller Welt!“. Einige Male gingen die Demonstranten in die Hocke und sprangen mit dem Ruf „Kein Krieg! Nie Krieg!“ wieder gemeinsam auf. Da die meisten Leute in der Fußgängerzone die Demonstranten nur anstarrten, riefen die Schüler bald: „Leute lasst das Gaffen sein, reiht euch in die Demo ein!“.
Nachdem der Zug gegen 15.20 Uhr wieder am Moritzplatz anlangte, ermunterte ein Sprecher alle Schüler nicht aufzugeben und weiterhin an Demonstrationen gegen den Krieg teilzunehmen.
Wir finden, dass die Demo gut war, weil so viele Schüler da waren und sie friedlich verlief. Außerdem war diese Demo von Schülern organisiert und deshalb ein tolles Erlebnis. – Karla (11) und Lisa (14)

Eindrucksvolle Demo der Augsburger Schüler

Immerhin rund 700 Schüler (und leider nur wenige Lehrer) setzten am Freitag kurz nach Schulschluß mit der ersten Augsburger Demo im April die Protestserie der engagierten AugsburgerInnen gegen den Irak-Krieg fort. Erfreulicherweise nahmen die SchülervertreterInnen nicht nur die Organisation selbst in die Hand, sondern sorgten mit einer eigenen Band, den Mescolitos von Maria Stern, und mehreren Trommelgruppen kräftig für Stimmung. Eine Reihe von Gymnasien waren mit eigenen Transparenten oder mit Rhythmusgruppen vertreten.
Bei der Auftakt-Kundgebung erinnerten zwei Sprecher u.a. daran, daß es neben dem Irak-Krieg weitere weniger beachtete bewaffnete Konflikte gibt, der unsere Aufmerksamkeit gelten sollte, z.B. im Kongo, in Nigeria und im Sudan. Allen ist gemeinsam, daß die Menschenrechte und das Völkerrecht grob mißachtet werden. An den anschließenden Protestzug vom Moritzplatz über die Anna-, Karl- und Karolinenstraße über den Rathausplatz zurück zum Moritzplatz hängten sich sogar noch einige Dutzend PassantInnen an - ein Beweis, daß der Irak-Krieg den Menschen unter die Haut geht. Dies war auch am Geräuschpegel währed des Zugs bemerkbar, bei dem die Schüler die Demo am Samstag zuvor klar übertroffen haben. Die Tatsache, daß die Schüler die ersten beiden Stunden des angebrochenen Wochenendes ihrem Engagement für den Frieden gewidmet haben, widerlegt nicht nur die Vorurteile mancher Kultus-Bürokraten, Schülern sei hauptsächlich an zusätzlicher unterrichtsfreier Zeit gelegen, sondern zeigt auch einen Kollateral-Nutzen des häßlichen Krieges: Seit langem hat es keine Schülergeneration gegeben, die sich politisch so spontan interessiert und engagiert - und die sich zur Wehr setzt gegen die ständigen Halbwahrheiten und Lügen durch die Kriegsparteien und ihre "eingebetteten" Helfer. – Gerhard


   
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