Newroz-Feier in Diyarbakir. 250.000 Menschen rufen “Biji Asiti”, “Lang lebe der Frieden” auf Kurdisch Quelle http://istanbul.indymedia.org/

Der Krieg um die Neuordnung im Nordirak hat begonnen
Es sah erst aus, als ob den USA der Spagat zwischen den kurdischen Verbündeten PUK und KDP (Barzani) und der Türkei gelingen sollte. Die Türkei sollte auf eine Pufferzone entlang der Grenze beschränkt werden, die kurdischen Einheiten gegen die irakischen Stellungen vorgeschoben und US-Einheiten zwischen diesen beiden Fronten stehen und Kirkuk und Mossul besetzen. Alles weitere war auf die Zeit nach dem Sieg verschoben...
Auf jeden Fall ist der Konflikt um einen Kurdenstaat oder einer kurdische Autonomie im Nordirak und die Ölfelder von Kirkuk und Mossul auch für den Fall eines Sieges über den Irak jetzt schon ausgebrochen. Die USA ist derzeit bemüht, keine Kampffront im Rücken bei ihrem Vorstoß auf die Ölfelder und Bagdad zu bekommen. Abzuwarten bleibt, wie die USA mit ihren kurdischen Verbündeten umspringt und ob sie diese wie im letzten Golfkrieg und in den 60er Jahren wieder einmal fallen lässt - was eher zu erwarten...
Duran Kalkan vom Kadek-Präsidialrat bewertet die Situation folgendermaßen: „Von einem Wandel [in der Region] werden die Kurden in irgendeiner Form profitieren. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Freiheit für die Kurden von selbst entstehen wird. Indem wir kämpfen, werden neue Möglichkeiten entstehen, unser Recht zu erlangen. Dieser Kampf muss nicht Krieg bedeuten, wir wollen keinen Krieg. Die Kurden wollen mit demokratischen Methoden kämpfen. Aber die reaktionären Kräften drängen zum Krieg. Demokratische und politische Methoden sollen uns dadurch verschlossen werden; dies ist die Ursache für den Krieg.“   Weiter  weiter  

 


   
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