Hugo Chávez in Porto Alegre, Brazil. Jan/26/2003 Foto: Victor Soares/ABr – AgenciaBrasil 3.0 Brazil (CC BY 3.0 BR) Wikimedia Commons
  Der Wahlsieg von Hugo Chavez und seine Pläne für die südamerikanische Ölindustrie

Schon eine Woche vor der Volksabstimmung, die er laut den Umfragen leicht gewinnen sollte, hatte der Präsident von Venezuela, Hugo Chavez, seine Pläne für die Politik Südamerikas dargelegt.

Es ist zu erwarten, dass die Opposition in seinem Land, die mehr oder weniger offen von den USA unterstützt wird, alles daran setzen wird, ihn doch noch aus dem Amt zu zwingen, aber wie dieser Artikel in der International Herald Tribune und der New York Times vom 14.8.2004 zeigt, steht er keineswegs isoliert da, sondern er ist im Begriff, eine lateinamerikanische Solidarität gegenüber den USA aufzubauen.

»» zum Artikel in der Übersetzung von Hanna Corniels

VENEZUELA. Präsident Chávez gewinnt das Referendum

(Buenos Aires, 17. August 2004, púlsar-alai-poonal).- Am Montag (16. August) um vier Uhr morgens verkündete Francisco Carrasquero, der Präsident des Nationale Wahlrates, die Ergebnisse der Auszählung von 95 Prozent der im Referendum abgegebenen Stimmen.

Danach votierten 58 Prozent der elektronisch ausgezählten Stimmen für „Nein“ und unterstützten damit, dass Präsident Hugo Chávez sein Amt weiterführen soll. Dagegen stehen 42 Prozent „Ja“- Stimmen der Opposition, die die offiziellen Ergebnisse nicht anerkennt.

Das Mandat von Chávez wurde damit mit knapp fünf Millionen mal „Nein“ gegenüber mehr als 3,5 Millionen „Ja“-Stimmen bestätigt. Mit mehr als 8,5 Millionen abgegeben Stimmen ist das Referendum historisch betrachtet der Wahlgang mit der höchsten Beteiligung im Land.

„Es ist ausgeschlossen, dass sich die siegreiche Tendenz des Nein ins Gegenteil umkehrt“, sagte Präsident Hugo Chávez in einer Ansprache von Balkon des Regierungssitzes Miraflores, kurz nachdem der Nationale Wahlrat das offizielle Ergebnis bekannt gegeben hatte. „Mit diesem schlagenden nationalen Triumph beginnt nun eine neue Etappe der venezolanischen Revolution“, versicherte Chávez und betonte: „Prägt euch diesen Satz gut ein. Venezuela ändert sich für immer, da gibt es keine Umkehr, die Vierte Republik ist tot.“

Henry Ramos Allup, einer der „Ja- Fürsprecher“, sagte, der Nationale Wahlrat habe die Wahlergebnisse „übel manipuliert“ und kündigte ein Klage vor internationalen Gremien an.

Aus: Poonal Nr. 635, Deutsche Ausgabe des wöchentlichen Pressedienstes lateinamerikanischer Agenturen vom 17. August 2004

 


   
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