Über eine Million KubanerInnen zogen am 14. Mai 2004 in Havanna vor die US-Vertretung, um den Imperialisten entgegenzurufen: No tenemos miedo! Wir haben keine Angst vor euch!
Quelle: Jürgen Steidinger, Arbeiterfotografie
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"Bush, Du Faschist, es gibt keine Aggression, der Cuba nicht widerstehen wird"
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Aufruf eines Opponenten an die US-Regierung

Rede von Fidel Castro Ruz

Mister George W. Bush, die eine Million Kubaner, die heute hier zusammengekommen ist, um vor Ihrer Interessenvertretung zu demonstrieren, ist nur ein kleiner Teil eines mutigen und heldenhaften Volkes, das sich uns, wäre dies möglich, auch als Ganzes angeschlossen hätte.

Diese Zusammenkunft ist keine feindselige Geste gegen das US-amerikanische Volk, dessen ethische Wurzeln uns gut bekannt sind aus der Zeit, da die ersten Einwanderer auf dieser Erdhälfte eintrafen. … Es ist dies ein Akt des empörten Protestes und der Anprangerung jener erbarmungslosen und grausamen Maßnahmen, die Ihre Regierung kürzlich gegen unser Land beschlossen hat.

Anliegen dieser Zeilen ist nicht, Sie zu beleidigen; doch da Sie nun einmal entschlossen sind, dieses Land einzuschüchtern, aufzuschrecken, um schließlich sein sozioökonomisches System, seine Unabhängigkeit sowie, falls erforderlich, das Land als solches zu vernichten, betrachte ich es als meine elementare Pflicht, Ihnen einige Wahrheiten vor Augen zu führen.

Der Tyrannei beschuldigen Sie das wirtschaftliche und politische System, welches das kubanische Volk – verglichen mit den am weitesten entwickelten Ländern der Welt – auf die höchste Stufe der Alphabetisierung, des Wissens und der Kultur geführt hat; welches die Säuglingssterblichkeit auf eine Ziffer reduziert hat, die unter derjenigen in den Vereinigten Staaten liegt und das der Bevölkerung sämtliche Leistungen des Gesundheitswesens, des Bildungswesens und anderer gesellschaftlich und menschlich bedeutender Bereiche kostenfrei zuteil werden läßt.

Lächerlich und hohl klingen Ihre Äußerungen über Menschenrechte in Kuba. Dieses, Herr Bush, ist eines der wenigen Länder auf dieser Erdhälfte, in denen es in 45 Jahren niemals Folter, keine Todesschwadron, keine außergerichtliche Exekution, keinen Regierenden gegeben hat, der in Ausübung der Macht zum Millionär geworden wäre.

Es fehlt Ihnen an moralischer Autorität, über Kuba zu sprechen; ein Land, das einer 45 Jahre währenden brutalen Blockade, einem Wirtschaftskrieg und terroristischen Überfällen widerstanden hat, die Tausende Menschenleben gefordert und Milliarden Dollar an wirtschaftlichem Schaden verursacht haben.

Sie nehmen Kuba gegenüber eine feindselige Haltung ein, und das aus schäbigen politischen Gründen: weil Sie Unterstützung für Ihre Wahl bei einer schrumpfenden Gruppe von Abtrünnigen und Söldnern suchen, die weder Ethik noch Prinzipien kennen. Ihnen, Mr. Bush, fehlt die Moral, um von Terrorismus sprechen zu können, denn umgeben sind Sie von einer Mörderbande, die mit ihren kriminellen Handlungen das Leben Tausender Kubaner auf dem Gewissen haben.

Aus Ihrer Verachtung von Menschenleben machen Sie keinen Hehl, denn Sie haben nicht gezögert, den außergerichtlichen Tod von einer unbekannten, da geheim gehaltenen Anzahl Personen in der Welt zu befehlen. ... »» zur Rede Castros

Richard Helms, ehemaliger Direktor des CIA: „Wir hatten Mannschaften, die Kuba ständig angriffen. Das war Regierungspolitik der USA.“ Foto: gemeinfrei Wikipedia
Luis Posada Carriles, Agent des CIA. Er bereitete vor allem ein Attentat gegen ein kubanisches Flugzeug im Jahre 1976 vor, bei dem 73 Menschen starben. Foto: gemeinfrei Wikipedia


   
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