1. Mai

Europa- und weltweit gingen am 1. Mai Millionen Menschen auf die Straßen und demonstrierten gegen Konzernmacht, Sozialabbau und Krieg. In den deutschen Medien wurden diese Aktionen durch das Tam-tam um die EU-Osterweiterung fast völlig ausgeblendet, in der Augsburger Allgemeinen selbstverständlich restlos. In der BRD verschärft sich die Tonart der Gewerkschaften gegenüber der Bundesregierung und den Konzernherren. In Augsburg wurden diese schon mal Haie genannt, namentlich von Pierer (Siemens), Rupprecht (MAN), „Hypo-Franz“ und Clement (Bundesregierung). Die bundesweite Teilnahme lag mit einer halben Million im Rahmen – nach dem außerordentlichen Anstieg auf eine Million im vergangenen Jahr wegen der Wut auf die Regierungspläne. Dazu haben ja heuer im April bereits massive Aktionen stattgefunden.

Von einer Einladung des Kanzlers nahm man diesmal Abstand. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) verzichtete nach einem gellenden Pfeifkonzert auf seine geplante Rede zum 1. Mai auf der DGB-Kundgebung in Köln und bat stattdessen zwei Kritiker auf das Podium. Auf der zentralen Kundgebung in Berlin forderte DGB-Vorsitzender Michael Sommer, die Spaltung zwischen Reich und Arm dürfe nicht größer werden und kündigte an, zusammen mit den anderen europäischen Gewerkschaften werde sich der DGB einer „sozialen Abwärtsspirale mit niedrigeren Löhnen, längeren Arbeitszeiten oder Arbeitsbedingungen und Arbeitsrechten aus dem 19. Jahrhundert in den Weg stellen“. Nachmittags marschierte in Berlin die NPD mit 2300 Faschisten, die aber von Gegendemonstranten immer wieder blockiert wurden. ... »» zum Artikel

  zu unserem Bildbericht »»


   
nach oben