themen/Antifaschismus

Naziaufmarsch anlässlich der „Bombennacht“
am 23. Februar 2008 verhindert
 

25.6.2014
Gedenkkultur
Stolpersteine in Augsburg - ein Politikum

Foto: Stolperstein Peutingerstraße 11, 26.5.2014 Stolpersteineuploader CC BY-SA 3.0 Wikimedia Commons Stolpersteine sind inzwischen in Europa und weit darüber hinaus ein Begriff. Gunter Demnig wurde für sein einzigartiges Kunstwerk vielfach ausgezeichnet. Seine geniale Art des Gedenkens an die Opfer der deutschen Faschisten findet weltweit breite Anerkennung. Die israelische Gedenkstätte Yad Vashem nennt das Projekt als ein Vorbild, Demnig erhielt vielfältige Auszeichnungen, auch in Israel. Avi Primor, der ehem. israelische Botschafter in Deutschland, meint: „[Die Stolpersteine sind] das Gegenteil von Verdrängung. Sie liegen zu unseren Füßen, vor unseren Augen und zwingen uns zum Hinschauen.“
Mittlerweile gibt es über 45.000 Stolpersteine in mehr als 1.100 Städten in 17 Ländern. In der Regel unterstützen die jeweiligen Kommunen das Projekt und erlauben auch eine Verlegung im öffentlichen Raum. Nicht so in Augsburg. ...
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28.7.2013
Gersthofen bläst der NPD den Marsch
Bayerntour der NPD beginnt mit einem Fiasko

Foto: Copyright KreativMedia Medienproduktion 0821471137
Bei ihrer sogenannten Bayerntour, mit der sie Kleinstädte in fünf bayerischen Regierungsbezirken heimsuchte, kam die NPD am 15. Juli auch nach Gersthofen. Das Kalkül der NPD, ihre Kundgebungen erst in letzter Sekunde anzumelden, war wohl, die Organisation von Gegenveranstaltungen so schwer wie möglich zu machen. Diese Rechnung ging in Mindelheim und Donauwörth, wo sie am gleichen Tag noch aufkreuzten, scheinbar auf. Die Kommunen sahen keine Gelegenheit mehr, die Öffentlichkeit zu informieren. Der Schuss ging allerdings für die NPD nach hinten los, denn sie musste auf menschenleeren Plätzen agieren. In Gersthofen ging dieses Kalkül nicht auf. „Die NPD wollte uns mit der kurzfristigen Anmeldung überrumpeln“, sagte Bürgermeister Schantin, der nach 24 Jahren Mitgliedschaft erst im Februar dieses Jahres aus der CSU ausgetreten ist. „Wir werden ihnen zeigen, dass wir nicht so schwerfällig sind, wie sie glauben.“ ...
Aus dem Inhalt: Die NPD erlebt in Gersthofen ein Desaster ● Die Bayerntour der NPD – ein Schlag ins Wasser ● Die NPD schlingert ● Die Kandidatur der NPD zu den Landtagswahlen in Bayern ist praktisch gescheitert ● Karl Richter: „Rechts, perfide, erfolglos“ ● „Sigrid Schüßler alias Hexe Ragna, Falko Schüßler“ ● Ausblick   weiter

 

13.04.2013
Besuch in Babi Jar
September 2012

PK-Fotograf: Johannnes Hähle, Archiv des Hamburger Instituts für Sozialforschung, Bild 008,006
„Alle Juden der Stadt Kiew und ihrer Umgebung müssen sich am Montag den 29. September 1941 um 8 Uhr morgens an der Ecke Melnikova- und Dokhturovska-Straße einfinden. Sie sollen ihre Dokumente, Geld, Wertsachen, warme Kleidung, Unterwäsche usw. mitbringen. Jeder Jude, der diese Anordnung nicht befolgt und woanders aufgefunden wird, wird erschossen. Jeder Bürger, der von Juden verlassene Wohnungen aufsucht und dort etwas stiehlt, wird erschossen.“
Tausende folgten diesem Befehl. Die Nazis verbreiteten das Gerücht, dass die Juden umgesiedelt werden sollten. In Wahrheit aber sollte Babi Jar (ukrainisch: Babyn Jar), eine Schlucht in Kiew, 1941 der Schauplatz der größten einzelnen Mordaktion im Zweiten Weltkrieg werden, die unter der Verantwortung der Wehrmacht durchgeführt wurde. Dem Massaker fielen zwischen dem 29. September und dem 3. Oktober 1941 mehr als 33.000 Kiewer Juden zum Opfer – innerhalb von 5 Tagen. Sie alle wurden am Rande einer Schlucht erschossen und dann – teils lebendig – hinuntergestoßen und begraben. ... weiter

 

8.3.2013
Wernher-von-Braun-Gymnasium in Friedberg, Wernher-von-Braun-Straße in Gersthofen
Wernher von Braun – der Name muss verschwinden
In Augsburg besteht die Chance, die Professor-Messerschmitt-Straße loszuwerden

Foto: Ausstellung über das KZ Dora Zwangsarbeit für den »Endsieg« am 26. Januar im Stadtarchiv Friedberg
Das Frauenforum Aichach-Friedberg hat nicht locker gelassen und mit der Ausstellung über das KZ Dora und dem Vortrag des Leiters der KZ-Gedenkstätte, Jens-Christian Wagner, im Friedberger Stadtarchiv wohl den Durchbruch geschafft. Wernher von Braun ist in der Öffentlichkeit nun definitiv vom Sockel des großartigen Raketeningenieurs, der sich gezwungenermaßen mit dem NS-Regime arrangieren musste, um sein Werk nicht zu gefährden, gestürzt. Dazu haben Zeitzeugen, Historiker und ernstzunehmende Autoren beigetragen. Diese mussten aber erst einmal zu Wort kommen, und das ist das Verdienst der Grünen Kreistagsfraktion und des Frauenforums Aichach-Friedberg, die da seit den neunziger Jahren dran sind.

Die Medien, namentlich auch die Augsburger Allgemeine, Friedberger Allgemeine und Süddeutsche Zeitung, sind eingestiegen und haben in einer beeindruckenden Pressekampagne vor allem den CSU-Politikern und der bayerischen Staatsverwaltung bis an hinauf an die Spitze des Kultusministeriums auf die Sprünge geholfen. ... weiter

 

11.3.2009
Erneute Heimsuchung der Stadt durch Nazis und Neonazis anlässlich des Jahrestages einer schweren Bombardierung durch die Alliierten der Antihitlerkoalition
Die Stadt konterte mit einem Verbot wegen Verharmlosung des Nazismus
Das Agieren der Verwaltungsgerichte ist nicht akzeptabel

Das Ordnungsreferat macht einen beherzten Schritt gegen faschistische Propaganda und ändert damit die von Menacher eingeschlagene und von Rotgrün hingenommene Linie. Die erneute Heimsuchung der Stadt durch Nazis und Neonazis anlässlich des Jahrestages einer schweren Bombardierung durch die Alliierten der Antihitlerkoalition konterte die Stadtverwaltung heuer mit einem kompletten Verbot der Veranstaltung. Wie zu erwarten, suchten die die rechtsextremen Veranstalter ihr Heil bei den bayerischen Verwaltungsgerichten. Wie zu befürchten – mit Erfolg. Dennoch ist die Lage heuer anders als sonst und bietet eine gewisse Perspektive… weiter

 

15.3.2008
Ein erster Erfolg seit langem in Augsburg: Naziaufmarsch anlässlich der „Bombennacht“ am 23. Februar verhindert und am 25. Februar zum Schweigen gebracht
Die Nazis wollen am 1. Mai wiederkommen – eine Strategie der Stadt wird immer wichtiger
Das neue Versammlungsrecht in Bayern kommt ins Spiel

zum ProjektAus dem Inhalt: Die Aktionen am 23. und 25. Februar ● Das Versammlungsrecht und die Versammlungsmöglichkeit für Nazis in der Stadt stehen nun ernsthaft in Frage ● Es besteht die Chance, den Naziaufmarsch am 1. Mai 2008 zu verbieten und das Verbot politisch und juristisch zu begründen ● Der „Bombenkrieg“ als politischer Anlass der Aktionen wurde eigentlich nur vom Oberbürgermeister adäquat behandelt ● Bildergalerie ● Ausstellung des B.A.F.F. Bündnis aktiver Fußballfans gegen Rassismus und Diskriminierung im Fußball am Elias-Holl-Platz  weiter


25.06.2014  Gedenkkultur: Stolpersteine in Augsburg - ein Politikum
28.07.2013  Gersthofen bläst der NPD den Marsch

13.04.2013  Besuch in Babi Jar im September 2012, von Thomas Hacker
08.03.2013  Wernher von Braun – der Name muss verschwinden, in Friedberg und Gersthofen
11.03.2009  Heimsuchung der Stadt durch Nazis anlässlich der Bombardierung – Stadt konterte mit Verbot
15.03.2008  „Bombennacht“: Naziaufmarsch am Samstag verhindert und am Montag zum Schweigen gebracht
02.03.2008  Positionspapier von Contra Real: „Keine Tränen für deutsche TäterInnen“ … und ein Kommentar
29.01.2008  Antifaschistische Zeitung für Augsburg Nr. 3 / Feb 2008 erschienen
26.11.2007  Antifaschistische Zeitung für Augsburg Nr. 2 / Dez 2007 erschienen
06.11.2007  Naziaktion am 3. November: Es wird schwer werden, den Schaden wieder zu beheben.
28.09.2007  Neuerscheinung: Antifaschistische Zeitung für Augsburg Nr. 1
18.03.2007  Nach der Demo ist vor der Demo: „Bombennacht“ 1944
13.12.2006  Nachbetrachtungen: Naziaufmarsch und Gegenaktionen am 2. Dezember 2006
01.11.2006  Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus im Westfriedhof – Ansprache von Ernst Grube
15.03.2006  „Augsburger Bombennacht“ – obszönes Gedenken fremden Unrechts
10.11.2005  Neofaschismus in Deutschland - Ausstellung von VVN und IG Metall im Thalia
10.11.2005  Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus am Westfriedhof
15.05.2005  8. Mai und deutsche Erinnerungskultur – Zweideutige Worte im Rathaus
15.05.2005  Zum 60. Jahrestag des Kriegsendes: Über Vernunft, Religion, Ideologien, Toleranz
15.05.2005  Gedenken Augsburger Bombennacht – Rede von Helmut Jung
27.04.2005  Freispruch für Augsburger Antifaschistin
28.02.2005  Mahnwache des DGB gegen die DVU anlässlich der Bombenangriffe auf Augsburg
20.02.2005  Das juristische Instrumentarium gegen faschistische Propaganda, Teil 2 NPD-Verbot
15.02.2005  Das juristische Instrumentarium gegen faschistische Propaganda, Teil 1 Meinungsfreiheit…
05.01.2005  Protesterklärung zum Strafbefehl gegen eine Augsburger Antifaschistin
02.11.2004  Gedenkveranstaltung der VVN/BdA für die Opfer des Faschismus am Westfriedhof
09.10.2004  Reden bei den Aktionen gegen den Naziaufmarsch am 9. Oktober
09.10.2004  Eindrucksvolle Demonstration gegen den Naziaufmarsch am 9. Oktober, Bildbericht
07.10.2004  IG Metall ruft zur Antifa-Demonstration auf – Nazi-Liederabend mit Müller geplant
04.10.2004  Naziaufmarsch: Bündnis für Menschenwürde für Gegenkundgebung, Demonstration und Verbot
01.10.2004  Nazis stoppen! – Aufruf des Bündnisses gegen den Naziaufmarsch in Augsburg
27.09.2004  Nationale Opposition will marschieren - Den Nationalsozialisten massiv entgegentreten!
21.08.2004  Nazi-Aufmarsch in Wunsiedel
28.07.2004  20. Juli: Warum haben die Verschwörer so lange gezögert, das Attentat durchzuführen?
29.06.2004  Antwort des OB an Anni Pröll wegen NPD-Veranstaltung
20.06.2004  VVN: Brief von Anni Pröll an den OB wegen NPD-Veranstaltung
11.06.2004  NPD-Veranstaltung wird bekämpft – skandalöses Verhalten von Polizei, Stadt und Presse
28.03.2004  Nazi-„Protestmarsch“ gegen den Irakkrieg in München
30.12.2003  Neofaschistische Bluttat in Heidenheim – Zu den Hintergründen
07.11.2003  Gedenkfeier der VVN für die Opfer des Faschismus, 1. November Westfriedhof


   
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