Gedenkfeier für die Opfer
des Nationalsozialismus
am Westfriedhof

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Ist denn heute wirklich alles ganz anders?

Zu bedenken ist:
Dass auch die NSDAP bis zum Jahre 1928 eine Splitterpartei von 2,6 % gewesen ist.

Zu bedenken ist:
Dass private Wirtschaftsmacht enorm angewachsen ist und dass sie keiner wirksamen demokratischer Kontrolle unterliegt. Jeden Tag haben wir vor Augen, in welchem Ausmaß die arbeitende Bevölkerung den Inhabern privater Wirtschaftsmacht ausgeliefert ist.

Zu bedenken ist:
Rassistische und nationalistische Ideologien haben einen beträchtlichen Einfluss auf unsere Gesellschaft erlangt, der sich auch in einen Aufschwung rechtsextremer Parteiern transformieren könnte.

Könnte es nicht sein,
dass es eine Situation geben könnte, in der die Mächtigen aus Staat aus Militär und Wirtschaft zu dem Ergebnis kommen, das Deutschland im weltweiten Konkurrenzkampf stärker als bisher als einheitliche Kraft in Erscheinung treten müsste und dass deshalb störende politische Ideen, Gruppen oder Organisationen möglichst ausgeschaltet werden sollten?

Wir alle kennen die Formel von Standort Deutschland der um seine Existenz und seine Zukunft zu kämpfen habe. Kann man diese Formel nicht verknüpften mit der Ideologie von Gestern, dass Geschichte nichts anderes ist, als der ewige Kampf der Völker und Staaten um ihr Daseinsrecht?

Zu solchen Überlegungen passen doch gut fremdenfeindliche, rassistische und nationalistische Ideologien. Damit kann man der Bevölkerung Feindbilder präsentieren. So könnte die Bevölkerung als Schicksalsgemeinschaft für den Standort Deutschland gemeinsam an einem Strang ziehen.

Nicht zu vergessen, dass das Geschichtsbild von rechts immer weiter übernommen wird. Das heißt, den Faschismus und seine Verbrechen zu verharmlosen und zu relativieren und den Antifaschismus dagegen immer mehr als Feind der Demokratie zu diffamieren. …

zur Rede von Josef Pröll  »» 

Von den 100 Teilnehmern am Westfriedhof kamen im Anschluss noch 30 in das Bürgerhaus Pfersee, um sich bei Brotzeit und Kaffee auszutauschen. Der antifaschistischen Verständigung diente auch ein Jahresrückblick in Bildern, die Harald Munding zeigte


   
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