Kommunalwahlen, Teil 6

Die Opposition im Stadtrat
auf dem Weg zu einer neuen Fraktion

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Aus den Verhandlungen über eine Fraktionsbildung zwischen den neu gewählten Stadträten der Freien Wähler (2), der Linken (2), der ÖDP (1) und der Polit-WG (1) ist neulich eine Vereinbarung über gemeinsame Ziele hervorgegangen. Nachfolgend veröffentlichen wir diese Vereinbarung, die den Titel trägt „Gemeinsame Ziele der Fraktion FW / DIE Linke/ ÖDP/ Polit WG“.

Die Vereinbarung wurde bei Der Linken auf einer Mitgliederversammlung am 17. April mit großer Mehrheit gebilligt.[1] Die Vereinbarung wurde von den beiden Stadträten Der Linken, Otto Hutter und Alexander Süßmair, erst an diesem Donnerstagabend vorgelegt. Vorher hatte die Partei keine Kenntnis vom Inhalt der Verhandlungen und die beiden Stadträte hatten das Mandat für die Verhandlungen nur vom Vorstand, nicht von der Mitgliedschaft. Dennoch scheint uns das Ergebnis besser als zu befürchten war, nachdem die beiden Stadträte Der Linken praktisch voraussetzungslos in die Verhandlungen gingen – zumindest ohne Auftrag der Mitgliedschaft und ohne Wahlprogramm als Grundlage. Bekanntlich hatte die Linke ja kein Wahlprogramm für diese Kommunalwahlen.

Wie die anderen beteiligten Parteien und Wählergruppierungen die Verhandlungsergebnisse aufnehmen, wissen wir bisher nicht. Auf ihren Webseiten ist bisher nichts dazu zu finden.

Die Formulierung von „gemeinsamen Zielen“ ist sicher klug, auch im Hinblick auf die Prüfung der anstehenden Fraktionsbildung im Sinne der Geschäftsordnung des Stadtrats, nach der sich nur „Gleichgesinnte“ zusammenschließen können. Aber auch aus politischen Gründen macht es Sinn, gemeinsame Ziele zu formulieren unter Organisationen, die politisch ziemlich disparat sind.

So vermeiden es zum Beispiel die Freien Wähler, ihre Ablehnung des Bahnhofstunnels unterzubringen, obwohl sie das im Wahlkampf vertreten haben und Volker Schafitel das Bürgerbegehren gegen den Tunnel unterstützt. Die Bremse für die Freien Wähler waren hier sicher nicht die Linken, sondern zum Beispiel die ÖDP, die in ihrem Wahlprogramm ausdrücklich ein „Ja zum Straßenbahntunnel unter dem Hauptbahnhof“ forderte.

Die Asylpolitik der Stadt ist oppositionswürdig und wird von der neuen, sich bildenden Oppositionsfraktion konkret angegangen:

– Keine Massenunterkünfte mehr für Asylbewerber, sondern menschenwürdige Unterbringung in kleinen Einheiten verteilt auf das ganze Stadtgebiet (vgl. dazu auch Wohnungsbau)

– Erstellung kombinierter Studenten- und Asylbewerberunterkünfte gerecht verteilt auf alle Stadtteile.

Diese Idee und die Forderungen stammen, das muss man anerkennen, von den Freien Wählern und stehen so fast wortgleich in Ihrem Kommunalwahlprogramm. Zu einer solchen Aussage konnte sich die Augsburger Linke im Wahlkampf leider nicht aufraffen.


Ein echtes Verdienst der Vereinbarung „Gemeinsame Ziele“ ist es auch, das Thema „Friedensstadt Augsburg“ konkret aufzuwerfen. In diesem Zusammenhang wird u. a. eine Zivilklausel an der Universität gefordert und der Innovationspark kritisch thematisiert. Es wird Transparenz bei der Förderung und Ansiedlung von Firmen und deren Forschung haben verlangt – eine wirklich sehr wichtige Forderung. Und man will konkret „Keine städtischen Gelder für private Rüstungsforschung!“

Diese konkreten Punkte zum Frieden dürften eindeutig von der Politik-WG in die Verhandlungen eingebracht worden sein, finden Sie sich doch allesamt in den Thesen der Polit-WG, die diese im Wahlkampf proklamierte und an die Rathaustür nagelte, unter der These sieben „Mehr Waffen für mehr Frieden?“.[2]

Es finden sich noch viele interessante Punkte in der Zielvereinbarung, die wir hier nicht alle behandeln können. Hervorzuheben wären auf jeden Fall die geforderten Beschäftigungsquoten für Menschen mit Migrationshintergrund in allen Bereichen der Stadt oder auch die Einführung von anonymisierten Bewerbungsverfahren. Im Bildungsbereich sollte neben der energischen Schulsanierung und einer Konzeption der Stadtbücherei vielleicht auch der Forderungskatalog der neu gegründeten Stadtschülervertretung geprüft werden.

Interessant ist auch die Verteidigung der Wohnungsbaugesellschaft als kommunaler Betrieb und die Rückführung der WBG auf ihren Gründungszweck, nämlich Erstellung bezahlbarer Wohnungen „für die Bürger“ (Wahlprogramm FW). Hier decken sich die Forderungen von Freien Wählern und Linken, allerdings müsste klargestellt werden, dass zu den „Bürgern“ alle Einwohner zählen, zum Beispiel auch Flüchtlinge oder „Ausländer“.

Mit dem „Energiebeirat“ enthält die Vereinbarung eine Forderung von Polit-WG und ÖDP, die aus dem Konzept der Energiedemokratie von Attac stammt.

Auch demokratische Forderungen nach einer Informationsfreiheitssatzung für die Stadt Augsburg, einer Anti-Korruptionsrichtlinie und die Einführung von Bezirksausschüssen sind sehr wichtig, ebenso wie die Priorisierung von ÖPNV und Fahrrad in der Kernstadt oder eine bessere Tarifgestaltung beim ÖPNV, auf jeden Fall eine Senkung der jetzigen Tarife – wo die Stadtwerke aktuell bereits wieder eine Tariferhöhung angesagt haben!

Es ist auch sinnvoll, die bisherige Konzeption des Stadttheaters kritisch aufzuwerfen, die viele, viele Millionen verschlingt für einen oft exklusiven Kreis von Nutzern, und auf eine Ausgewogenheit der Mittelverwendung im Kulturbereich zu achten, damit auch freie, nicht institutionalisierte Kultur gleichrangig gefördert wird.

Interessant auch die Forderungen zu Wirtschaft und Arbeitsmarkt, wo das Konzept „Greater Munich“ glatt abgelehnt wird. Daraus kann sich eine spannende Diskussion um eine eigene und emanzipatorische Wirtschafts- und Strukturpolitik für Augsburg und Schwaben entwickeln, die sich vom der Metropolen- und Cluster-Konzeption verabschiedet. Förderung von regionalen Wirtschaftskreisläufen nur bei nachprüfbaren fairen Arbeitsbedingungen oder Auftragsvergabe nur an tariftreue Unternehmen sind elementare Forderungen, die wahrscheinlich von Der Linken eingebracht wurden. Sie waren zwar auch bei SPD und Grünen im Gespräch. Aber sie haben keinen Eingang gefunden in die 31-Punkte-Vereinbarung zwischen CSU, SPD und Grünen[3] und dürften vermutlich erst recht nicht im Koalitionsvertrag zwischen CSU und SPD stehen.

Unter der Überschrift „Sicherheit und Brandschutz“ finden sich allerdings auch Punkte wie „Unterstützung … des zivilen Katastrophenschutzes“ oder „ehrliche Analyse des Gefahrenpotenzials und Offenlegung der Katastrophennotfallpläne“. Dies scheint sich zwar vor allem auf das AKW Gundremmingen zu beziehen. Wenn man aber weiß, dass die so genannte zivil-militärische Zusammenarbeit sukzessive im Inland eingeführt werden soll und auch krasse Heimatschutzpläne bestehen bis hin zum Einsatz der Bundeswehr, aber eben auch ziviler Kräfte unter dem Kommando der Bundeswehr – dann sollte man hier vorsichtig sein. Eine ausdrückliche Ablehnung des Heimatschutzes, der ja auch den „Schutz kritischer Infrastrukturen“ (also auch der Rüstungsbetriebe) und Aufstandsbekämpfung umfasst, wäre angebracht. In diesem Kontext wäre eine „ehrliche Analyse des Gefahrenpotenzials und Offenlegung der Katastrophennotfallpläne“ sogar zu begrüßen. Es müsste halt klar sein, dass man den zivilen Katastrophenschutz statt des militärischen oder zivil-militärischen Katastrophenschutzes unterstützt.

So kommen wir insgesamt nicht umhin, die Vereinbarung über „Gemeinsame Ziele der Fraktion FW / DIE Linke/ ÖDP/ Polit WG“ durchaus als politische Grundlage für eine Oppositionspolitik im Rathaus zu betrachten. Wie stark der Einsatz der Linken im Fraktionsbündnis für diese Ziele sein wird, sei dahingestellt. Im Wahlkampf merkte man jedenfalls nicht viel davon.

Auf der Homepage der Linken findet sich eine erste Bewertung und Schwerpunktsetzung, der wir nach dem oben gesagten nur teilweise folgen können:

In der gemeinsamen Oppositionsfraktion profitieren alle Partner voneinander. Die Freien Wähler bringen ihre Kompetenz auf den Feldern Bildung und Stadtentwicklung ein, die Polit-WG insbesondere in der alternativen Kultur, die ÖDP verfügt über eine natürliche Kompetenz in Umweltfragen, und die Linken können so den Nachdruck auf ihre Kernthemen Integration, Frieden und Soziales legen, wozu insbesondere die Umsetzung eines echten Sozialtickets, der Kampf gegen Armut sowie die Abschaffung von Schikanen für Hartz-IV-Bezieher gehöre.

Das Verhandlungspapier, das auf einer eigenen Pressekonferenz in Bälde vorgestellt wird, umfasst u.a. die Priorität der Sanierung von Schulgebäuden, die lokale Umsetzung der Energiewende, die Förderung der freien Kultur, eine menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen in kleinen Einheiten. Stadtrat Alexander Süßmair betonte zum Schluss, die wichtigste gemeinsame Aufgabe sei eine sogenannte Informationsfreiheitssatzung, die sicherstelle, dass alle Verwaltungsentscheidungen der Stadt transparent und für den Einzelnen nachvollziehbar sind. Auf dieser Grundlage sollen dann wie in anderen Städten Bezirksausschüsse installiert werden, was zu einer deutlich besseren Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort führt.[4]

Wieso soll eine Informationsfreiheitssatzung die wichtigste gemeinsame Aufgabe sein? Und wie kann eine solche Informationsfreiheitssatzung „sicherstellen“, dass „alle“ Verwaltungsentscheidungen der Stadt transparent und für den Einzelnen nachvollziehbar sind? Sind Alexander Süßmair die Probleme mit diesen Informationsfreiheitssatzungen, gerade auch in Bayern, nicht bekannt? Von den neun Paragraphen der Münchner Satzung zum Beispiel ist der Paragraph sechs „Ausschluss und Beschränkung des Anspruchs“ auf Information der längste. Sehr oft besteht die Informationsfreiheit auch nur für die Stadt und nicht für ihre Töchter oder die kommunalen Betriebe. Man stelle sich vor, man müsste die Augsburger Stadtwerke, die inzwischen in der Größenordnung einen Konzern darstellen, zur Informationsfreiheit zwingen. So etwas muss erst einmal durchgesetzt werden. Hier einfach nur von einer Satzung zu reden, die sicherstelle, dass alle Entscheidungen transparent sind, ist schon ganz schön blauäugig.

In Bad Tölz-Wolfratshausen wurde zum Beispiel der Antrag der beiden Mitglieder der Piratenpartei nach einer Informationsfreiheitssatzung mit den Stimmen von Stadträt_innen der Freien Wähler abgelehnt. Ein FW-Fraktionsmitglied polemisierte gegen die Piraten: „Jeder darf alles wissen, alle werden glücklich und alle Probleme sind gelöst.“[5] Auch im Landratsamt Ebersberg beispielsweise bleiben die Akten für die Öffentlichkeit verschlossen. Eine Mehrheit von CSU, Freien Wählern und FDP hat im Kreistag den Erlass einer Informationsfreiheitssatzung abgelehnt, wie sie die Grünen gefordert hatten.[6]

Die Sache mit den Bezirksausschüssen ist eindeutig eine Idee aus dem Wahlkampf der Freien Wähler, von Der Linken stammt das nicht. Laut Süßmair sollen auf der Basis einer Informationsfreiheitssatzung Bezirksausschüsse installiert werden „wie in anderen Städten“. Der Zusammenhang ist hier unklar. Warum soll eine Informationsfreiheitssatzung die Basis sein, um Bezirksausschüsse zu installieren? Dafür braucht man keine Informationsfreiheitssatzung, die Basis ist hier die bayerische Gemeindeordnung, die Bezirksausschüsse in Städten ab 100.000 Einwohner zulässt. Auch die Formulierung, Bezirksausschüsse zu installieren „wie in anderen Städten“, ist zu salopp. Denn erstens gibt es in ganz Bayern mit Ingolstadt und München nur zwei Städte mit Bezirksausschüssen. Zweitens „installiert“ man Bezirksausschüsse nicht einfach. Dazu bedarf es schon einer umfassenden Diskussion in der Stadt und in den politischen Lagern. Die hat aber nicht stattgefunden und außer bei den Freien Wählern fanden sich in keinem Kommunalwahlprogramm die Forderung nach Bezirksausschüssen.

Integration und Frieden als „Kernthemen“ der Linken zu bezeichnen – wie es Alexander Süßmair macht – scheint uns für die Augsburger Linke etwas hoch gegriffen. Von den drei „Kernthemen“ Süßmairs Integration, Frieden und Soziales, bleiben also ernsthaft nur Soziales. Und auch das Soziale wird von Süßmair locker der „wichtigste[n] gemeinsame Aufgabe“, der Informationsfreiheitssatzung, untergeordnet. Nur, damit man bei den Freien Wählern mit ins Boot kommt – muss man vermuten.

Aber sei‘s drum. Sollte die Zielvereinbarung von der Mitgliedschaft auch der Freien Wähler, der Polit-WG und ÖDP so oder so ähnlich akzeptiert werden, hätten wir erst mal ein spannendes Papier im neuen Stadtrat. Um daraus ein Projekt zu machen, bedarf es mehr. Aber das liegt ja nicht nur an der Linken.

Peter Feininger, 25.4.2014

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Gemeinsame Ziele der Fraktion FW/ Die Linke/ ÖDP/ Polit-WG

Soziale Stadt

Integration

• Willkommenskultur und -struktur in Augsburg und den Behörden

• Einführung von anonymisierten Bewerbungsverfahren bei Stadt und städtischen Betrieben.

• Quoten als Ziel für alle Bereich der Stadt um den Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund dem städtischen Durchschnitt anzugleichen

• Unterstützung und Förderung des bürgerschaftlichen Engagement insbesondere des Bündnisses für Augsburg (wobei sicher zustellen ist, dass die Stadt nicht kommunale Pflichtaufgaben auf ehrenamtlich tätige Menschen abschiebt).

Asyl

• Bei der Aufnahme von Flüchtlingen muss sich die Stadt ihrer Verantwortung stellen

• Keine Massenunterkünfte mehr für Asylbewerber, sondern menschenwürdige Unterbringung in kleinen Einheiten verteilt auf das ganze Stadtgebiet (vgl. dazu auch Wohnungsbau)

• Bestehende Massenunterkünfte sind aufzulösen

• Sicherstellung von ausreichenden Integrations- und Betreuungsangeboten durch die Stadt

• Unterstützen von Organisationen und Initiativen die sich für Flüchtlinge und Integration engagieren (z.B. Grand Hotel, Tür an Tür etc.)

Friedensstadt Augsburg

• PAX: Inhalt statt reines Marketing. Das hinter dem Begriff liegende Anliegen, Menschen für den Erhalt des Friedens zu motivieren, muss deutlicher herausgearbeitet werden und mit echten Inhalten gefüllt werden.

• Friedensstadt muss mehr sein als ein Marketingbegriff.

• Wir unterstützen eine Zivilklausel an der Universität Augsburg.

• Den Innovationspark sehen wir kritisch. Wir wollen deshalb volle Transparenz bei der Förderung und Ansiedlung von Firmen und deren Forschungsvorhaben. Keine städtischen Gelder für private Rüstungsforschung!

Jugend und Bildung

• Schulsanierung hat Priorität vor allen anderen Bauprojekten

• Ausbau und Förderung von Stadtteilbüchereien

• Fertigstellung des neuen Konzepts „Stadtbücherei“

• Förderung von Jugendarbeit und Jugendeinrichtungen hinsichtlich Personal-, Sach- und Raumausstattung

• Betreuungsinseln an Grundschulstandorten

Keine Privatisierungen

• Wir treten ein für Rekommunalisierung (z. B. Rückführung der WGB in einen Eigenbetrieb oder kommunalen Betrieb) und lehnen Privatisierung öffentlichen Eigentums und Aufgaben ab

• Der Eigenbetrieb Altenhilfe muss in städtischer Hand bleiben

Energieversorgung und Energiewende

Lokale Umsetzung der Energiewende

• Einführung eines Energiebeirats

• Kein Fracking auf Augsburger Fluren

• Solaranlagen zur Energiegewinnung auf allen städtischen Dächern, auch auf der Messe

• Kein Verkauf der Stadtwerke auch keine Teilverkauf (Wasser- und Energieversorgung müssen in kommunaler Hand bleiben.)

• Steigerung der Selbstversorgung durch Stadtteil-BHKWs als virtuelle Schwarmkraftwerke

• Maximalausbau der Photovoltaik auf städtischen Dächern (z. B. Mess), auf Brachflächen und über den Parkplätzen an Messe und FCA, wo sie gleichzeitig als Sonnenschutz dienen.

• Ausbau der Wasserkraft in Stadtbächen (z. B. Müllerstraße, Schwall)

Der folgende Absatz muss noch umformuliert und eingepasst werden.

Wir wollen die Energiewende lokal und sozial umsetzen durch Energieeinsparung in den städtischen Liegenschaften und Betrieben genauso wie bei den privaten Haushalten, sowie in Industrie und Handwerk. Dazu gehört die Einführung einer Abwrackprämie für veraltete Pumpen und Motoren genauso, wie der Umstieg auf die LED-Straßenbeleuchtung. Die regenerative Produktion von Strom im Stadtgebiet muss ausgebaut werden (Wasser- und Windkraft, sowie Photovoltaik). Für die Speicherung von solar gewonnenem Überschussstrom in Gasform wird eine Pilotanlage errichtet. Die Einführung intelligenter Netze in der Energieversorgung ist voran zu treiben.

Klima und Umwelt

• Erhalt städtischer Grünflächen müssen erhalten werden

• Umsetzung des Biodiversitätssatzung der Stadt

• Eingriffe in Trinkwasser- oder Naturschutzgebiete sind zu unterlassen.

• Kein Fracking oder andere technische Prozesse, die die Umwelt zerstören.

• Einhaltung der Bebauungspläne, die keine Ausweisung von Bau- oder Gewerbeflächen „auf der grünen Wiese“ vorsehen.

• Renaturierung von urbanen Brachflächen ist zügig voranzutreiben.

Kultur und Theater

• Förderung der freien, nicht institutionalisierten Kultur und der sog. „Subkultur“

• Förderung der Jugendkultur, insbesondere von Festen mit überwiegend kulturellem Inhalt - Kultur statt Kommerz.

• Betrieb des Theaters in einer Form, die möglichst vielen Menschen die Teilhabe an Kultur ermöglicht (Sozialtarife)

• Die Potentiale von Brecht und Mozart müssen gehoben werden. Die Darstellung von Brecht muss viel sozial- und gesellschaftskritischer werden

• Erarbeitung eines zukunftsfähigen Theaterkonzepts

• Sanierung des Theaters vor dem Hlintergrund dieses Konzepts

• Wiedereinführung des Schülerrings

• Experimentelles Theater fördern

Sicherheit und Brandschutz

• Sanierung der Hauptfeuerwache

• Ausreichende Personalausstattung der BF

• Unterstützung der FFW und des zivilen Katastrophenschutzes.

• Ehrliche Analyse des Gefahrenpotentials und Offenlegung der Katastrophennotfallpläne. Insbesondere im Hinblick auf das AKW Gundremmingen.

Sport

• Sanierung bzw. Neubau der städtischen Bäder nach einer detaillierten Bauanalyse

• Transparenz bei der Vereinsförderung

• Schaffung nicht-kommerzieller Möglichkeiten für Sport- und Freizeitaktivitäten im Stadtgebiet unter Beachtung des Umweltschutzes.

• Neubau eines Freizeitbades mit entsprechender Leistungssportausrichtung

• Erhalt und Förderung des Kanuspitzensports in Augsburg

Wirtschaft und Arbeitsmarkt

• Wir lehnen das Konzept „Greater Munich“ und das Konzept „Cluster“ ab. Wir verfolgen eine eigene und emanzipatorische Wirtschafts- und Strukturpolitik für Augsburg und Schwaben

• Förderung von regionalen Wirtschaftskreisläufen mit nachprüfbar fairen Arbeitsbedingungen

• Keine Ausweitung der Shopping-Nights oder verkaufsoffenen Sonntage

• Ausschreibung in kleinen Losen, damit sich auch kleinere, regionale Betriebe sich bewerben können.

• Auftragsvergabe nur an tariftreue Unternehmen

• Fairen Umgang mit den eigenen Bediensteten. Keine Auslagerung zur Senkung von Löhnen/Gehältern oder umgehen von Tarifregelungen

Wohnungsbau und Liegenschaften

• Die WBG kehrt zu der Kernaufgabe ihres Gründungszwecks zurück: Erstellung bezahlbaren Wohnraums für die Bürger Augsburgs Ihr Ziel ist nicht die Gewinnerzielung, sondern die Gemeinnützigkeit und Unterstützung benachteiligter Mitbürger

• Bereitstellung von Wohnraum für sozial schwache Bürger

• kein Verkauf wertvoller städtischer Liegenschaften

• Energetische Sanierung der städtischen Liegenschaften

• Erstellen von Generationenwohnungen in allen Stadtteilen durch die WBG und deren qualifizierte Betreuung.

• Wir treten ein für Rekommunalisierung (z. B. Rückführung der WGB in einen Eigenbetrieb oder kommunalen Betrieb)

• Das Hochbauamt übernimmt wieder seine eigentliche Aufgabe: Fachberatung der Stadt in allen Hochbauangelegenheiten, Vergabe von Planungsleistungen, Ausschreibung, Bauleitung

• Erstellung kombinierter Studenten- und Asylbewerberunterkünfte gerecht verteilt auf alle Stadtteile.

Transparenz und Bürgerbeteiligung

• Einführung einer Informationsfreiheitssatzung für die Stadt Augsburg

• Einführung eines Anti-Korruptionsrichtlinien gemäß internationalen Standards (z.B. UN, Transparency International)

• Einführung von Bezirksauschüssen

• Beschlussvorlagen und Protokolle des Stadtrats im Internet abrufbar

Verkehr

• Priorisierung von ÖPNV und Fahrrad in der Kernstadt, u. a. durch Schaffung von FahrradstraßenDefinition von Fahrradstraßen mit Radlervorfahrt parallel zu den MIV-Trassen

• Geeignete Verkehrskonzepte für die Stadtteile z. b. „shared space“ Modelle

• Bessere Tarifgestaltung beim ÖPNV, Senkung der jetzigen Tarife, Sozialtarife

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1] s. die Meldung auf der Homepage Der Linken Augsburg „Linke Basis macht Weg frei für Oppositionsfraktion, DIE LINKE. Kreisverband Augsburg:“, 21-Apr-2014. [Online]. Verfügbar unter: http://augsburg.die-linke-bayern.de/index.php?id=1371&tx_ttnews%5BbackPid%5D=1373&tx_ttnews%5Btt_news%5D=25639&cHash=beb82af13ce1f63bf3d2f527f3c6c9d7. [Zugegriffen: 25-Apr-2014].

3] Vereinbarung über Ziele, Projekte und Grundlagen der gemeinsamen Arbeit in 31 Punkten, Verhandlungsergebnis zwischen CSU, SPD und Grünen http://www.forumaugsburg.de/s_2kommunal/Kommunalpolitik/140409_ergebnis-kommunalwahl-3-koalitionsverhandlungen/index.html

4] s. die Meldung auf der Homepage Der Linken Augsburg „Linke Basis macht Weg frei für Oppositionsfraktion, DIE LINKE. Kreisverband Augsburg:“, 21-Apr-2014. [Online]. Verfügbar unter: http://augsburg.die-linke-bayern.de/index.php?id=1371&tx_ttnews%5BbackPid%5D=1373&tx_ttnews%5Btt_news%5D=25639&cHash=beb82af13ce1f63bf3d2f527f3c6c9d7. [Zugegriffen: 25-Apr-2014].


   
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