Kleine Liste über kritische Artikel im Internet zu

„Corona-Krise“, Staats- und Geldillusion sowie kaputtgespartes Gesundheitswesen

15.4.2020 Peter Rapke

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In einem kurzen Überblick über Artikel, die uns im Internet aufgefallen sind und die sich kritisch mit den in der Überschrift angesprochenen Themen auseinandersetzen, empfehlen wir die Lektüre der hier verlinkten Artikel.

1. Raul Zelik setzt sich in Die Wochenzeitung https://www.woz.ch/-a77f mit der Scheinheiligkeit der Politik auseinander in Zeiten der „Corona-Pandemie“. Unter der Überschrift «Ideen, die zuvor als sozialistisches Teufelszeug galten, werden unter Applaus durch die Parlamente gepeitscht». Zelik kommt am Ende des Artikels zu der eigentlichen Frage vor welcher die Bevölkerung steht: „Die Pandemie ist ein Scheideweg – entweder wir entscheiden uns für ein Projekt des Lebens und der Sorge umeinander oder für eines der beschleunigten gesellschaftlichen Zerstörung.“

2. Jens Berger von den Nachdenkseiten hat ebenfalls so seine Bedenken, wenn die deutsche Regierung sozusagen den Gesundheitsschutz über alles stellt. „In der Coronakrise hat das politische Spitzenpersonal seine Vorliebe für die Volksgesundheit erkannt.“ Berger hat so seine Bedenken und listet sie auf. Die Liste der Zweifel an dieser Haltung unserer Minister wäre zu lange für einen einzigen Artikel aber er fängt schon mal damit an: „Den Gesundheitsschutz in den Mittelpunkt stellen? Na, dann fangen wir doch mal damit an …“ https://www.nachdenkseiten.de/?p=60198

3. Prof. Dr. Robert Vogt zieht in der Zeitung „Die Mittelländische“ eine umfangreiche Zwischenbilanz der „Covid-19“ Pandemie und legt verschiedene Aspekte der internationalen Zusammenarbeit, der Statistikhuberei usw. offen. Ihm liegt daran, dass sich der Westen nicht nur dümmlich ideologisch verhält, wenn es um internationale Zusammenarbeit geht: „Die internationalen Fragen betreffen vor allem unser Verhältnis zu China und den Asiatischen Ländern überhaupt. Kritische Stellungnahmen: ja. Aber konstantes, dümmliches „Bashing“ anderer Nationen kann kein Rezept dafür sein, globale Probleme gemeinsam anzugehen – von „Lösen“ möchte ich gar nicht sprechen.“ https://www.mittellaendische.ch/2020/04/07/covid-19-eine-zwischenbilanz-oder-eine-analyse-der-moral-der-medizinischen-fakten-sowie-der-aktuellen-und-zuk%C3%BCnftigen-politischen-entscheidungen/

4. Verena Kreilinger und Christian Zeller sind aktiv bei „Aufbruch für eine ökosozialistische Alternative“. Sie legen eine längere Untersuchung vor über den Verlauf, den Vorlauf und die Folgen der sog. „Corona-Krise“. http://www.oekosoz.org/wp-content/uploads/2020/03/VK_CZ_20200320_Corona_Gesundheit.pdf

Aus der Überschrift ihrer Untersuchung geht die Stoßrichtung hervor in welcher sich zukünftige gesellschaftliche Aneignung z. B. des Gesundheitswesens entwickeln soll: „Corona-Pandemie – eine historische Wende. Gesundheitswesen gesellschaftlich aneignen, Produktion kurzzeitig und geplant runterfahren!“

5. Unser letzter Hinweis fällt etwas aus dem aktuellen Rahmen. Der Artikel von Manfred Sohn wurde schon 2015 verfaßt, hat also mit der „Corona-Krise“ nur indirekt zu tun. Er ist im Grunde eine Antwort auf die unausrottbare Staats- und Geldillusion. Im Gefolge der „Corona-Krise“ wird die eigentliche Krise der kapitalistischen Verwertung sichtbar. Die Allheilmittel, welche in Form von „Helikoptergeld, Moderner Monetärer Theorie oder anderer Varianten Keynesianischer Staatsintervention daherkommen sind Staat, Zentralbank und Geld. Und gleich nochmal Geld. Je mehr desto besser. Die Flut der Fantastilliarden ist inzwischen unüberschaubar. Dass es sich hier um ein Krisenbewältigungsprogramm handelt, wollen weder halblinke Hubschrauberpiloten wahrhaben noch MMTler. Sohn führt in seinem Artikel „Zinseszins und fiktives Kapital“ auf das eigentliche Problem hin, was man nicht oft genug wiederholen kann. http://www.ossietzky.net/2-2015&textfile=2957

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15.4.2020 Peter Rapke


   
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